GEW: "Bildungsarmut und ungleiche Chancen zentrale Probleme"

"Immer mehr Wirtschafts- und Menschrechtsorganisationen erkennen, dass Bildungsarmut und ungleiche Bildungschancen zentrale gesellschaftliche Probleme sind. In diesem Sinne begrüße ich die heute vom Institut für Wirtschaft (IW) vorgestellte Studie, die diesen Befund bestätigt. Entscheidend sind jetzt die Maßnahmen, mit denen die festgestellten Probleme bewältigt werden können", sagte Marianne Demmer, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), mit Blick auf die IW-Untersuchung "Bildungsarmut und Humankapitalschwäche in Deutschland".

26.06.2006 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Sie stellte fest, dass Lösungsvorschläge an vier Punkten ansetzen müssten: Unterstützung der Familien mit Kindern, individuelle Förderung vom Kindergarten bis zur Berufsschule, Ganztagsschulen und längeres gemeinsames Lernen über die Grundschulzeit hinaus sowie Recht auf berufliche Ausbildung für jeden jungen Menschen. "Hauptproblem ist das Auslese-Unwesen im deutschen Schulsystem. Es ist dafür verantwortlich, dass Bildungsarmut und ungleiche Bildungschancen in der Schule größer werden, statt Kinder mit schlechteren Startchancen so zu fördern, dass sie ihre Nachteile ausgleichen können."


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