Kultusminister stockt Mittel für vorschulische Sprachförderung auf

"Die als freiwillige Leistung des Landes gewährten Zuwendungen an die Kindertagesstätten werden von jetzt 4,8 Mio. Euro auf 6 Mio. Euro aufgestockt. Außerdem erweitern wir die jetzt im Halbjahr vor der Einschulung stattfindende Sprachförderung durch Grundschullehrkräfte in den Kitas auf das gesamte Jahr", teilte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann im Rahmen der heutigen Landtagsdebatte in Hannover mit.

09.11.2005 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

Das Konzept der Landesregierung zur Sprachförderung vor der Einschulung und in den Grundschulen habe sich bewährt und werde inzwischen auch von anderen Bundesländern übernommen. Sowohl die Sprachstände als auch die allgemeine Schulfähigkeit hätten sich verbessert. Fortschritte seien auch beim sozialen Lernen, einer besseren Zusammenarbeit von Kindergärten und Grundschulen sowie bei der Elternarbeit festzustellen, betonte Busemann.

"Allein für die Sprachfördermaßnahmen in der Schule stellt das Land 31.773 zusätzliche Lehrerstunden zur Verfügung. Das entspricht einem Umfang von ca. 1.100 Vollzeitlehrerstellen. Eine Neufassung der Erlassbestimmungen tritt am 01.02.2006 in Kraft", so Busemann.

Vorgesehen sei unter anderem eine verbesserte Förderung von so genannten Seiteneinsteigern in Sprachlernklassen an regional zentralen Standorten, um eine gezielte Sprachförderung dieser Schülergruppe auch in der Fläche zu gewährleisten. Zum 01.08.2006 solle eine neue Richtlinie zur Förderung des Erwerbs der deutschen Sprache im Elementgarbereich in Kraft treten. "Wir wollen damit gewährleisten, dass möglichst in allen Kindergärten für Kinder ohne deutsche Sprachkenntnisse zusätzliche Förderkräfte eingesetzt werden können, die sich auf die drei- und vierjährigen Kinder konzentrieren. Die Förderung der Fünfjährigen soll ganzjährig von den Lehrkräften der Grundschulen übernommen werden", erläuterte Busemann.

"Die frühe Sprachförderung ist und bleibt ein zentrales Anliegen der Landesregierung. Dafür setzen wir erhebliche Mittel ein. Die jetzt von der Opposition erhobenen Forderungen sind faktisch hinfällig", sagte Busemann abschließend.


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