Mehr Sprachförderung vor der Schule

Ab kommendem Jahr werden die vorschulischen Sprachförderkurse täglich von zwei auf drei Stunden ausgedehnt. Bildungssenator Klaus Böger betonte: "In vielen Familien wird zu wenig deutsch gesprochen. Diese Kinder können im Unterricht kaum mithalten, weil sie die Lehrerin/ den Lehrer nicht verstehen. Deswegen ist klar: Sprache ist das A und O für Bildungserfolg. Mit der Ausweitung der vorschulischen Sprachförderung wollen wir den Weg, den wir im letzten Jahr begonnen haben, fortsetzen und verstärken."

14.12.2005 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Mit der Einführung einer verpflichtenden vorschulischen Sprachförderung in der Grundschule für Kinder, die keine Kita besuchen und Sprachförderbedarf haben, hat Berlin deutschlandweit eine Vorreiterrolle übernommen. Bereits seit letztem Frühjahr gilt: Alle Kinder, die im folgenden Schuljahr eingeschult werden und einen Sprachförderbedarf haben, werden ein halbes Jahr vor Schulbeginn zusätzlich gefördert. Kitakinder werden in ihrer jeweiligen Kita, alle anderen Kinder in verpflichtenden Sprachkursen in den Schulen zusätzlich gefördert. Der Förderbedarf eines Kindes wird in der Kita bzw. bei der Schulanmeldung mit der Sprachstandserhebung "Deutsch Plus" ermittelt.

Im ersten Halbjahr 2005 fanden die Sprachförderkurse jeweils zwei Stunden täglich an Wochentagen vom 1. Februar bis zu den Sommerferien statt. Mehr als 500 Kinder nahmen in den fast 70 Kursen an insgesamt 180 Stunden Sprachförderung teil.

Die Sprachförderkurse für das nächste Schuljahr beginnen am 6. Februar 2006. Mit der Erweiterung von zwei auf drei Stunden wird die Sprachentwicklung der Kinder im kommenden Jahr in rund 270 Stunden gefördert.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden