"Mit KiDZ gehen wir neue Wege in der Frühförderung"

Für eine stärkere Verzahnung zwischen Kindergarten und Grundschule hat sich Kultusstaatssekretär Karl Freller ausgesprochen: "Wir wollen unsere Anstrengungen im Bereich der Frühförderung verstärken. Das Projekt KiDZ zeigt uns den Weg, wie wir die Synergieeffekte zwischen Kindergarten und Grundschule stärker nutzen können", sagte Freller am Mittwoch anlässlich eines Informationsbesuchs beim KiDZ-Projekt der Städtischen Kindertagesstätte I in Fürth.

04.05.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

KiDZ ist ein Kooperationsprojekt des Bayerischen Kultusministeriums, des Bayerischen Sozialministeriums, der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft - sowie der Stiftung Bildungspakt Bayern. Die vbw unterstützt das Projekt mit 300.000 Euro.

Das Projekt "KiDZ ? Kindergarten der Zukunft in Bayern" wurde mit Beginn des Schuljahres 2004/05 an drei Standorten gestartet, einer davon ist Fürth. "KiDZ steht für einen flexiblen, alters- und begabungsgerechten Übergang vom Kindergarten in die Grundschule sowie für individuelle Frühförderung", sagte Freller.

Im KiDZ-Kindergarten erwerben die Kinder neben Schlüsselkompetenzen zugleich auch den Lehrstoff der ersten Klasse - und dies je nach Begabung in zwei, drei oder vier Jahren. Im Anschluss an die Kindergartenzeit kommen sie dann direkt in die 2. Grundschulklasse. Die Einschulung erfolgt also nicht nach starr vorgegebenen Terminen, sie richtet sich vielmehr nach dem individuellen Entwicklungsstand der Kinder.

Damit jedes Kind individuell nach seinen Bedürfnissen gefördert werden kann, arbeiten eine Lehrkraft und das pädagogische Fachpersonal des Kindergartens im Team zusammen. "Hier kann jeder sein Fachwissen mit einbringen. Bei KiDZ sind die Kinder die Gewinner", hob der Staatssekretär hervor.

Bereits ein halbes Jahr nach dem Start könne man feststellen, dass durch die gezielten Förderangebote der Wissensdurst der Mädchen und Jungen gesteigert werde. In den KiDZ-Gruppen lernen die Kinder im Rollenspiel vieles auf spielerische Weise, zum Beispiel schreiben sie Einkaufszettel oder notieren die Speisen auf, die sie im Restaurant bestellen. Ein fließender Übergang vom "lernenden Spielen" zum "spielenden Lernen" wird so ermöglicht.

In Fürth arbeiten die Hans-Sachs-Grundschule mit der Städtischen Kindertagesstätte I und dem Katholischen Kindergarten Herz Jesu zusammen. 75 Mädchen und Buben besuchen die drei KiDZ-Gruppen. "Mit dem Projekt KiDZ hat die Stiftung Bildungspakt Bayern eine zentrale Empfehlung der internationalen PISA-Studie aufgegriffen: Kinder müssen bereits früh intensiv und individuell gefördert werden. Wir wollen frühe Lernfenster nutzen und handeln nach dem Motto: ,Lieber früh investieren als spät reparieren?", betonte Geschäftsführerin Regina Pötke. Das Projekt wird von Professor Hans-Günther Roßbach von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg wissenschaftlich begleitet.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden