Möglichst früh Sprachen lernen
(bikl) "Je älter man beim Sprachenlernen ist, desto geringer fällt der Zuwachs der Hirnrinde aus." Mit diesem Statement sprach sich heute der Schweizer Kinderarzt und Hirnforscher Norbert Herschkowitz für ein möglichst frühes Fremdsprachenlernen aus.
18.11.2004 ArtikelLehrer, Eltern und Wissenschaftler hatten sich in der Akademie Tutzingen zum Thema Früh übt sich ... zusammengefunden, um über die Bedeutung und Ausgestaltung von jahrgangsgemischten Eingangsklassen, wie sie zurzeit in einzelnen Bundesländern erprobt werden, zu diskutieren.
"Bildungskarrieren beginnen nicht in der Sekundarstufe II", betonte der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger auf der Fachtagung. "Das Geheimnis des Erfolgs liegt im Anfang, in der frühkindlichen und vorschulischen Bildung und Erziehung." Eckinger sprach sich dafür aus, die Erkenntnisse der Hirnforschung stärker als bisher für die pädagogische Arbeit im Kindergarten und bei der Neugestaltung des Schulanfangs zu nutzen. "In Deutschland ist immer noch das Gymnasium der Mittelpunkt allen Entscheidens. Der bildungspolitische Fokus muss mehr auf das frühkindliche Lernen und die Nahtstelle von Kindergarten und Grundschule gelegt werden, wenn der schulische Erfolg das Scheitern überwiegen soll."
Einig waren sich die Tagungsteilnehmer über die Notwendigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Hirnforschern, Pädagogen, Neurobiologen, Psychologen und Soziologen. Denn, so Norbert Herschkowitz. "die Hirnforschung kann wichtige Impulse geben, aber keine pädagogischen Rezepte."
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Frühes Sprachenlernen
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