Reinhard Sliwka wird neuer Geschäftsführer des nifbe

Reinhard Sliwka wird neuer Geschäftsführer des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). Der langjährige Kultur- und Sozialdezernent der Stadt Osnabrück übernimmt seine neue Aufgabe zum 1. Juli diesen Jahres.

22.02.2008 Niedersachsen Pressemeldung nifbe - Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung

Institutsleiterin Prof. Dr. Renate Zimmer sprach von einer "grandiosen Lösung für das nifbe", da Sliwka den "Netzwerkgedanken des Instituts personifiziert und sich im gesamten Bildungsbereich und gerade auch in der frühen Bildung hervorragend auskennt." So habe er sich als einer der ersten bundesweit für die Sprachförderung im Kindergarten stark gemacht und diese in Osnabrück eingeführt.

Reinhard Sliwka bewertete seine neue Aufgabe als "tolle Herausforderung und großartige Chance". Er schrieb der frühen Bildung eine "Schlüsselfunktion für die gesamte weitere Entwicklung eines Kindes" zu und sieht mit dem nifbe die Chance, "nicht an den Symptomen zu kurieren, sondern an den Wurzeln anzusetzen und von Anfang an die Weichen richtig zu stellen." Insbesondere die zügige Unsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis sieht er dabei als eine der zentralen Aufgaben des nifbe.

Als ausschlaggebend für seine berufliche Neuorientierung benannte Sliwka die als "Zumutung" empfundene Entscheidung des Oberbürgermeisters und des Rates, "dass ich mich nach 20 Jahren erfolgreicher Arbeit als Dezernent auf meine eigene Stelle bewerben sollte." In der Zwischenzeit habe er "einige attraktive und gut dotierte Stellenangebote" bekommen, sich aber "aus inhaltlichen Gründen für das nifbe" entschieden.

Nicht nur personell, sondern auch inhaltlich hat das vom Land Niedersachsen mit jährlich insgesamt 5,5 Millionen Euro geförderte nifbe gute Fortschritte zu vermelden. Wie die Institutsleiterin berichtete, stößt das auf den drei Komponenten Forschung, Vernetzung und Transfer basierende innovative Konzept des nifbe "allerorten auf großes Interesse und viel Zustimmung". So formieren sich derzeit an den nifbe-Standorten Osnabrück, Emden, Hannover, Lüneburg und Hildesheim schon landesweit die Netzwerke mit Akteuren aus der frühkindlichen Bildung von der Forschung über die Aus- und Weiterbildung bis zur Praxis. Zügig voran geht nach den Worten von Zimmer ebenso der infrastrukturelle sowie personelle Ausbau der in Osnabrück ansässigen und eng mit der Universität verbundenen nifbe-Forschungsstellen für Entwicklungspsychologie, Bewegung und Psychomotorik sowie Begabungsförderung. Gestartet sind auch die ersten Transferprojekte, darunter das von der Katholischen Erwachsenenbildung Osnabrück durchgeführte "Fit für den Start". In diesem Projekt wird gemeinsam mit der Universität ein Kurs-Modell entwickelt und in die Praxis umgesetzt, das werdende Eltern schon ab der zweiten Schwangerschaftshälfte auf ihre neue Rolle vorbereiten und gerade auch bei jungen Müttern Überforderungen und Unsicherheiten vorbeugen soll.

Der gute Start macht die Institutsleiterin zuversichtlich, dass das nifbe in einigen Jahren einen ähnlich guten Ruf haben könnte, wie das renommierte "Bayrische Staatsinstitut für Frühpädagogik". "Uns kommt es darauf an, die ersten Jahre eines Kindes möglichst optimal zu gestalten. Dafür müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen und der Transfer aus der Forschung in die Praxis wie auch umgekehrt sicher gestellt werden", so Zimmer.


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