Reiß: Land unterstützt Verbesserungen in der Kindertagespflege
"Die Kindertagespflege ist als familiennahe und flexible Betreuungsform ein Bestandteil der Gesamtkonzeption des Landes zum Ausbau der frühen Förderung und zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Landesregierung unterstützt daher sowohl qualitative Verbesserungen der Tagespflegeangebote als auch den quantitativen Ausbau." Mit dieser Feststellung reagierte Bildungs- und Jugendstaatssekretärin Vera Reiß auf die Behauptung der CDU, die Landesregierung vernachlässige dieses Betreuungsangebot.
11.09.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzMit dem Programm "Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an" habe die Landesregierung nicht nur dafür gesorgt, dass bislang fast 1.400 Tagesmütter und Tagesväter die Chance erhielten, eine bundesweit anerkannte Qualifizierung abzuschließen oder aktuell zu erwerben, sondern sie habe über die Bonusregelung auch dafür gesorgt, dass Kommunen, in denen der Ausbau der Betreuung für Kinder unter drei Jahren besonders energisch vorangetrieben wird, auch für Angebote in der Kindertagespflege eine finanzielle Anerkennung erhielten, betonte die Staatssekretärin. Der Landes- und der Bundesverband der Tagesmütter und Tagesväter würdigten dieses Engagement des Landes ganz ausdrücklich. Vera Reiß ergänzte: "Der Initiative von Rheinland-Pfalz ist es zudem zu verdanken, dass bei der anstehenden Bundesinvestitionsförderung des Betreuungsangebots für Kinder unter drei Jahren auch Maßnahmen einbezogen werden, die dem Ausbau der Kindertagespflege in den Ländern zugutekommen – wie der Aufbau von Tagespflegebörsen auf kommunaler Ebene."
In der jüngsten Finanzministerkonferenz habe Rheinland-Pfalz sich obendrein für das letztendlich einstimmige Votum eingesetzt, dass im Hinblick auf den angestrebten Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren eine Verschlechterung der sozialversicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen bei den in der Tagespflege Beschäftigten verhindert werden müsse, hielt die Staatssekretärin fest. Diese Haltung werde die Landesregierung auch bis zur endgültigen Beschlussfassung der Finanzminister weiter vertreten.
"Insbesondere aus pädagogischen Gründen aber auch aus Gründen der Chancengleichheit setzt das Land vorrangig auf den Ausbau der institutionellen Betreuungsangebote in den Kindertagesstätten", betonte Vera Reiß, die daran erinnerte, dass das Land den Kindergarten bis zum Jahr 2010 stufenweise ab dem Alter von zwei Jahren betragsfrei mache. "Aber auch Eltern, die ihr Kind einer der mindestens 2.500 Tagespflegepersonen im Land anvertrauen, sollen die Gewissheit haben, dass ihr Kind hier – auch unter pädagogischen Gesichtspunkten – gut aufgehoben ist. Daher wird das Land seine Förderung für die Qualifizierung von Tagespflegepersonen fortsetzen und zudem auch weiterhin den quantitativen Ausbau dieses Angebots unterstützen", betonte Vera Reiß.
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