Arbeitsbedingungen

Schnelltests ersetzen nicht den notwen­digen Arbeits- und Gesundheitsschutz

Beschäftigten in Kindertagesstätten wird einmalig ein kostenfreier Schnelltest angeboten. Dies ist in Augen der GEW Rheinland-Pfalz völlig unzureichend, um die Sicherheit für die pädagogischen Fachkräfte zu erhöhen. Es braucht zwingend weitergehende Maßnahmen, die in den kommenden Monaten den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten sicherstellen.

05.01.2021 Bundesweit Pressemeldung GEW Rheinland-Pfalz
  • © Martin Stengel | die-journalisten.de GmbH

Die GEW Rheinland-Pfalz kritisiert, dass mit der einmaligen Testmöglichkeit ihre Forderung nach unbüro-kratischen Testmöglichkeiten für Kita-Beschäftigte nicht erfüllt wurde. „Auch wenn Testergebnisse nur eine Momentaufnahme sind, können diese grundsätzlich zum Sicherheitsempfinden der Beschäftigten beitragen“, erläutert Kathrin Gröning, stellvertretende Landesvorsitzende der GEW Rheinland-Pfalz. „Es braucht dazu jedoch einmal pro Woche die Möglichkeit einer freiwilligen Testung.“ Die jetzt angekündigte Möglichkeit eines einmaligen kostenfreien Schnelltests sei weder ausreichend noch vermittelbar. „Ein regelmäßiges und freiwilliges Testangebot für die Beschäftigten in Kindertagesstätten könnte dagegen helfen, Infektionsgeschehen frühzeitig zu erkennen und Infektionsketten zu unterbrechen“, so Kathrin Gröning weiter.

In der gemeinsamen Pressemitteilung des Sozial- und Bildungsministeriums vom 3. Januar wird für alle Beschäftigten in Kindertagesstätten ein einmaliges Angebot eines kostenfreien Schnelltests angekündigt. Diese Schnelltests können die Mitarbeiter*innen in rheinland-pfälzischen Kindertagesstätten freiwillig in ihren örtlichen Testzentren nach Vorlage einer Bescheinigung ihrer Einrichtungsleitung durchführen lassen.

Im Augenblick arbeiten die Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz im „Regelbetrieb bei dringendem Bedarf“. Eltern sind angehalten, ihre Kinder nach Möglichkeit nicht in die Kindertagesstätten zu bringen. Die Betreuungsquoten zeigen, dass Eltern bisher sehr maßvoll mit dem Betreuungsangebot umgegangen sind. Erfahrungen aus dem Frühjahr 2020 lassen aber vermuten, dass die Betreuungszahlen nun kontinuierlich ansteigen werden.

Die Überarbeitung der Leitlinien für die Arbeit in Kindertagesstätten, die klare Aussagen zum Gesundheitsschutz der Beschäftigten beinhalten müssen, ist in Augen der GEW Rheinland-Pfalz daher längst überfällig. „Die GEW Rheinland-Pfalz fordert verbindliche Perspektiven für die Kitas in Rheinland-Pfalz, wie der Trias aus Bildung, Betreuung und Erziehung sowie dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten Genüge getan werden kann“, so Kathrin Gröning.

Um Kindern und Eltern weiterhin ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot bereitstellen zu können, ist es aus Sicht der GEW auch nötig, den Beschäftigten in den Tagesstätten ein frühzeitiges Impfangebot zu machen.

Ansprechpartner

GEW Rheinland-Pfalz

Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden