Lockdown

Schutz des Personals und der Kinder muss weiterhin oberste Priorität haben

Der Landesvorsitzende des VBE Baden-Württemberg, Gerhard Brand, begrüßt die beschlossenen Maßnahmen der Regierung zum Schutz der Beschäftigten und Kinder und fordert die politisch Verantwortlichen auf, bereits jetzt für das Jahr 2021 ausreichend Vorsorge für die Schulen und Kindertagesstätten zu treffen. 

14.12.2020 Bundesweit, Baden-Württemberg Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg
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Der VBE hatte aufgrund der Entwicklung der Infektionszahlen schon lange angemahnt, die Schulen zu schließen. Waren zunächst nur zwei Tage vor den Ferien im Gespräch, machen Schulen und Kindertagesstätten nun bereits zum 16. Dezember die Tore dicht.

Der VBE appelliert, von einer angebotenen Notbetreuung möglichst nur wenig Gebrauch zu machen. Brand wörtlich: „Lehrer lehren und betreuen nicht!“ Dennoch sieht der VBE die Notlage der Eltern und wird sich gegen Betreuungsaufgaben nicht sperren, zumal in dieser Zeit eigentlich Unterricht stattgefunden hätte. Gleichzeitig wirbt der VBE um Verständnis für die pädagogischen Kräfte, die auch Eltern sind und deren Kinder ebenfalls nicht in die Schule oder Kita dürfen. Insofern sollte die Notbetreuung der Kinder wirklich nur im Notfall in Anspruch genommen werden. 

Der VBE hält es für selbstverständlich, dass das Personal der Notbetreuung als ein Angebot mit FFP2-Masken ausgestattet wird, auch in den Kindertagesstätten und Grundschulen, denen das bisher verwehrt worden war. Um das Kohortenprinzip nicht zu unterlaufen, dürfen die Gruppen in der Notbetreuung weder zu groß sein noch ständig gemischt werden. Der VBE-Vorsitzende weiß, dass die Tage bis zu den Weihnachtsferien organisatorisch für alle einen Kraftaufwand bedeuten. Die Schulleitungen und Lehrkräfte seien jedoch, so Brand, durch die vorausgegangen zwangsweisen „Übungseinheiten“ in den Oster- und Pfingstferien in Notsituationen geübt, wenn auch mittlerweile langsam am Ende der Kräfte.

Der VBE erwartet von der Landesregierung, dass die auch nach dem Lockdown im Jahr 2021 das Pandemiegeschehen im Blick behält und den Schutz der Lehrkräfte und Erzieherinnen, der Kinder und Jugendlichen sowie des Personals gewährleistet. Die Bereitstellung von Masken muss weiterhin erfolgen, Schnelltest sollen möglich sein und dort, wo es baulich zwingend notwendig ist, weil etwa nur unzureichende Lüftungsmöglichkeiten vorhanden sind, müssen auch Luftfilter in den Gebäuden installiert werden. „Der Schutz aller muss weiterhin oberste Priorität haben“, mahnt Brand.


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