Exzellenzinitiative

Etappensieg für Universität Tübingen auf dem Weg zum Elite-Titel

"Die Landesuniversitäten haben in der Vorrunde der II. Exzellenzinitiative erneut sehr gut abgeschnitten. Insgesamt haben zehn neue Projekte aus dem Südwesten die erste Hürde genommen und bleiben - gemeinsam mit den 16 bereits laufenden Exzellenzvorhaben - weiter im Rennen. Unsere Gratulation geht vor allem an die Universität Tübingen, die mit ihrem Zukunftskonzept beste Chancen auf den Elite-Status hat und mit drei weiteren Projekten dabei ist. Tübingen wäre neben Freiburg, Karlsruhe, Konstanz und Heidelberg die fünfte Elite-Universität im Land."

02.03.2011 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Dies sagten Ministerpräsident Stefan Mappus und Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg am Mittwoch (2. März 2011) in Stuttgart zu der Entscheidung der Gemeinsamen Kommission von Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) und Wissenschaftsrat (WR) in der Exzellenzinitiative. Auch die Universität Stuttgart habe ein sehr gutes Zukunftskonzept eingereicht, das sich leider nicht durchgesetzt habe.

"Mein ausdrücklicher Dank gilt allen beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und ihren Teams sowie allen Verantwortlichen in den Universitäten. Der enorme persönliche Einsatz, der mit der Koordinierung und Formulierung von Anträgen für die Exzellenzinitiative verbunden ist, ist sehr hoch anzukennen", sagte der Ministerpräsident. Die neun baden-württembergischen Universitäten haben in dem zweistufigen Antragsverfahren insgesamt 36 neue Projektskizzen eingereicht, bundesweit waren es 227. Davon können nach der Entscheidung der Gemeinsame Kommission nun zehn zu vollständigen Förderanträgen ausgearbeitet werden (bundesweit 59). "Baden-Württemberg erreicht mit sechs Graduiertenschulen, drei Exzellenzclustern und einem Zukunftskonzept ein gutes Ergebnis – vor allem wenn man bedenkt, dass im Land im Rahmen der ersten Exzellenzinitiative bereits vier Zukunftskonzepte und 16 weitere Projekte gefördert werden. Dabei kommt auch zum Tragen, dass das Land mit einer gezielten und leistungsorientierten Hochschulpolitik die Weichen richtig gestellt hat", sagten Mappus und Frankenberg. Als Innovationsregion Nummer Eins in Europa mit einem Anteil von 4,4 Prozent FuE-Ausgaben am BIP verfüge Baden-Württemberg über hervorragende Universitäten und weise zugleich die vielfältigste und dichteste Hochschullandschaft in Deutschland auf.

Bereits in der ersten Exzellenzinitiative hat Baden-Württemberg hervorragend abgeschnitten, insgesamt 20 Vorhaben an acht von neun Landesuniversitäten werden derzeit gefördert. Über ein Viertel des gesamten Fördervolumens der ersten Exzellenzinitiative fließt nach Baden-Württemberg. "Die bereits erfolgreichen Eliteuniversitäten Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe und Konstanz sowie die bestehenden Exzellenzcluster und Graduiertenschulen werden sich nun in den laufenden Wettbewerb einschalten. Ich bin zuversichtlich, dass die Landesuniversitäten wieder hervorragend abschneiden werden", sagte der Wissenschaftsminister.

Hinweis an die Redaktionen:

Für Neuanträge in der zweiten Exzellenzinitiative gilt ein zweistufiges Antragsverfahren. In der ersten Stufe wurde heute entschieden, welche Antragsskizzen für Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und die mit dem Elite-Titel verbundenen Zukunftskonzepte zu Vollanträgen ausgearbeitet werden dürfen. Diese Vollanträge konkurrieren bei der Entscheidung am 15. Juni 2012 (zweite Stufe) mit den Fortsetzungsanträgen aus der ersten Exzellenzinitiative. Der Förderstart für die bewilligten Projekte ist für den 1. November 2012 geplant.

Die Exzellenzinitiative II hat ein Mittelvolumen von rund 2,7 Milliarden Euro. Die Programmkosten tragen Bund und jeweiliges Sitzland im Verhältnis 75 zu 25 Prozent. Gefördert werden Graduiertenschulen mit jeweils 1 bis 2,5 Millionen Euro und Exzellenzcluster mit jeweils drei bis acht Millionen Euro jährlich. Für alle Zukunftskonzepte zusammen stehen insgesamt rund 142 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Insgesamt sollen bis zu zwölf Zukunftskonzepte gefördert werden, darunter bis zu fünf neu beantragte Konzepte. Derzeit gibt es neun deutsche Elite-Universitäten, davon vier in Baden-Württemberg - das Karlsruher Institut für Technologie und die Universitäten Freiburg, Heidelberg und Konstanz. Darüber hinaus werden im Südwesten neun Graduiertenschulen und sieben Exzellenzcluster gefördert.

Die Universität Tübingen will mit ihrem Zukunftskonzept "Research - Relevance - Responsibility" ihr Profil neu gestalten. So sollen in einem Zentrum für Angewandte Wissenschaften insbesondere lebenswissenschaftliche Forschungsschwerpunkte durch anwendungsorientierte Komponenten ergänzt werden.


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