Nordrhein-Westfalen verbessert Hochschulzugang und Studienerfolg ausländischer Studierender

Das Innovationsministerium hat zwei Stipendienprogramme eingeführt, um den Hochschulzugang und den Studienerfolg ausländischer Studierender in NRW zu verbessern. Ab 2009 können sich ausländische Studieninteressenten ohne direkte Hochschulzulassung um ein Hochschulzugangsstipendium bewerben. Herausragende Studierende ausSchwellen- und Entwicklungsländern werden während ihres Studiumsmit einem Landesstipendium gefördert. Zwei Fachjurys haben die Konzepte der Wettbewerbsteile bewertet – seit dem heutigen Freitag stehen die erfolgreichen Bewerber fest.

12.12.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Innovationsminister Pinkwart: "Die Erfolgsquote ausländischer Studierender liegt bedauerlicherweise noch immer unter der ihrer deutschen Kommilitonen. Unser Ziel ist es, den Hochschulzugang ausländischer Studierender zu verbessern und gleichzeitig ihren Studienerfolg zu erhöhen. Als einen wichtigen Schritt dahin haben wir nun die beiden Stipendienprogramme aufgelegt." Finanziert werden die Stipendienprogramme aus den freiwerdenden Mitteln der staatlichen Studienkollegs, die bis 2010 auslaufen. Das Stipendienvolumen wird dadurch bis 2011 auf rund 3,1 Millionen Euro jährlich anwachsen.

Das Hochschulzugangsstipendium richtet sich an begabte Studienbewerber aus Staaten, in denen kein unmittelbarer Zugang zu den deutschen Hochschulen erworben werden kann. Sie müssen daher eine sogenannte Feststellungsprüfung ablegen. Das Hochschulzugangsstipendium übernimmt die Gebühren der Vorbereitungskurse von bis zu 500 Euro monatlich. Die Förderung erfolgt über eine Dauer von bis zu 10 Monaten. Wenn die Stipendiaten die Prüfung erfolgreich bestehen, garantiert die den Kurs anbietende Hochschule ihnen im Anschluss einen Studienplatz. In der Endausbaustufe des Programms können bis zu 90 dieser Stipendien pro Jahr vergeben werden.

Mit dem Landesstipendienprogramm für Schwellen- und Entwicklungsländer werden die Erfolgschancen ausländischer Studierender gezielt verbessert. Bachelor-Studierende erhalten 750 Euro monatlich als Zuschuss zu ihrem Lebensunterhalt, Master-Studierende 850 Euro. Für die Landesstipendien gibt es die Programmlinien Individualstipendium und Kooperationsstipendium Subsahara-Afrika.

Das Individualstipendium richtet sich an begabte Studierende aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Das Kooperationsstipendium setzt eine Zusammenarbeit zwischen der nordrhein-westfälischen Hochschule und einer Institution in Staaten der Region Subsahara-Afrika voraus.

"Die Landesstipendien ermöglichen es den Stipendiatinnen und Stipendiaten, sich voll auf ihr Studium zu konzentrieren. Ihr Lebensunterhalt wird durch das Stipendium gesichert", so Innovationsminister Pinkwart. Gleichzeitig sollen die Programme die Internationalisierungsstrategien der Hochschulen flankieren. Die Stipendien können sowohl für einen kurzen Studienaufenthalt als auch für ein komplettes Studium gewährt werden. Das Innovationsministerium tritt nun an die ausgewählten Hochschulen heran, um die erfolgreichen Konzepte möglichst schnell umzusetzen.

Die erfolgreichen Bewerbungen in beiden Wettbewerbsbereichen:

Hochschulzugangsstipendien:

Fachhochschule Dortmund, Fachhochschule Köln, Hochschulkonsortium aus Fachhochschule Aachen, Fachhochschule Bielefeld und Universität Duisburg-Essen

Landesstipendienprogramm

Individualstipendium:
RWTH Aachen, Universität Bochum, Universität Bonn, Universität Duisburg-Essen, Universität Düsseldorf, Universität Köln, Universität Münster, Universität Wuppertal, Fachhochschule Köln, Fachhochschule Münster, Hochschulkonsortium aus Uni Bielefeld, Uni Paderborn, Fachhochschule Bielefeld und der Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Kooperationsstipendium Subsahara-Afrika:
TU Dortmund, Universität Bochum, Universität Bonn, Universität Köln, Universität Münster, Fachhochschule Aachen, Fachhochschule Köln


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