Hochschulrektoren

Stimme der Hochschulen: Zugang zum Master nach Neigung und Eignung

Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat gestern in Köln die derzeitigen Fragen rund um das Masterstudium beraten. "Die Hochschulen kommen ihrer Verantwortung nach und halten so viele Masterstudienplätze vor wie möglich", so die Präsidentin der HRK, Professor Dr. Margret Wintermantel.

24.11.2010 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

Alle Studierenden, die einen Masterstudiengang absolvieren möchten und dafür geeignet sind, müssen dies tun können. Die Studienplätze dazu sind von den Ländern auszufinanzieren. Dabei sind auch die weiter steigenden Studienanfängerzahlen und die Aussetzung der Wehrpflicht zu berücksichtigen. Nur die Bachelor-Plätze auszubauen reicht nicht, das Master-Angebot muss damit Schritt halten. Es gibt Berufe, deren Ausübung sogar zwingend einen Master-Abschluss voraussetzt; das betrifft etwa die Lehrerinnen und Lehrer. Hier müssen alle Studierenden nach dem Bachelor-Examen Zugang zum Master haben. Insgesamt müssen für die Studierwilligen und –fähigen die Türen der Hochschulen auch im Masterbereich offen stehen.

Die Studierenden müssen sich aber auch bewusst sein, dass der Master ein eigenständiges Studium ist. Einen Anspruch, an ein und derselben Hochschule beide Studiengänge unmittelbar hintereinander absolvieren zu können, gibt es nicht. Ein Hochschulwechsel nach dem Bachelor ist durchaus gewünscht und sinnvoll. Es ist eine Chance für die Studierenden, nach dem Bachelor-Examen die viel größeren Wahlmöglichkeiten nutzen zu können, die sich national und international auftun.

Bisher gibt es weder profunde Daten noch verlässliche Prognosen zum Übergang. Erste Umfragen zeigen zwar, dass die Engpässe bisher auf bestimmte Fächer an besonders beliebten Hochschulstandorten begrenzt sind. Allerdings stehen die großen Bachelorabsolventen-Jahrgänge noch aus. Die HRK wird die Entwicklung eingehend beobachten und die notwendigen Daten sammeln und zusammenzuführen.

Die Hochschulen müssen die Möglichkeit haben, diejenigen Studierenden für das Master-Studium auszuwählen, die die besten Erfolgsaussichten haben. Das ist ganz im Sinne der Bewerberinnen und Bewerber. Dafür halten die Hochschulen sich an Kriterien, die spezifisch auf das jeweilige Studienprogramm zugeschnitten sind. Klarerweise spielt dabei die Leistung in einem voran gegangenen Studium eine wesentliche Rolle.


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