Studienkredite haben sich etabliert

Die Ergebnisse des CHE-Studienkredit-Tests 2008 zeigen, dass sich Studienkredite in den letzten Jahren zu einer festen Größe der Studienfinanzierung entwickelt haben. In Ergänzung der herkömmlichen Finanzquellen wie BAföG, Stipendium, Jobben und Unterstützung durch die Eltern decken Studienkredite, -darlehen und Bildungsfonds Lücken ab, die anders nicht zu schließen sind. Die höchst unterschiedlichen Durchschnittsummen der monatlichen Auszahlungen (zwischen 170 € und 800 €) zeigen, dass viele Studierende nur eine Zusatzfinanzierung benötigen und zu Recht nach dem Prinzip "so viel wie nötig, so wenig wie möglich" vorgehen.

04.06.2008 Pressemeldung CHE Centrum für Hochschulentwicklung

Am stärksten nachgefragt werden die Studienbeitragsdarlehen der Länder. Allein in Nordrhein-Westfalen nutzten im Jahr 2007 47.000 Studierende das Refinanzierungsangebot des Landes. Bei den bundesweiten Angeboten wurde der KfW-Studienkredit mit 18.000 Vertragsabschlüssen am häufigsten in Anspruch genommen.

Erste Marktbereinigungen sind bereits zu beobachten, einige kleinere lokale Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken haben im letzten Jahr ihr Angebot mangels Nachfrage eingestellt. Projektleiter Ulrich Müller: "Studierende bevorzugen offenkundig staatsnahe Anbieter, doch manche Banken und Bildungsfonds bieten weitergehende Möglichkeiten." Wer z.B. ein Studium im Ausland oder ein Zusatzstudium plant, sollte sicherstellen, dass der Anbieter dies ermöglicht. "Entscheidend ist eben nicht nur der Zinssatz", so Müller. Dass sich gute Angebote durchsetzen, zeigt das Beispiel der Sparkasse Herford: Obwohl dort abgesehen von einer Hochschule für Kirchenmusik kein eigener Hochschulstandort in unmittelbarer Nähe vorhanden ist, kann die Sparkasse Herford auf fast 400 Vertragsabschlüsse seit 2005 verweisen. Dies verwundert nicht, da das Angebot 2008 als einziges bundesweit in allen fünf vom CHE bewerteten Kategorien die Spitzenbewertung erhielt.

Der CHE-Studienkredit-Test 2008 wurde erneut in Kooperation mit der Financial Times Deutschland erstellt. Er bietet konkrete Hilfestellung für die Entscheidung, ob ein Kredit notwendig ist und wenn ja, welcher in Frage kommt. Er ist unter dem angegebenen Link als Kurzübersicht und Langfassung kostenlos herunterzuladen. Kernergebnisse wurden zuerst in der FTD vom 4. Juni 2008 veröffentlicht.

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