Förderung

Wissenschaftliche Arbeit und soziale Absicherung noch besser vereinen

Neues Modell für Doktorandinnen und Doktoranden - Wissenschaftsminister Bernd Sibler kündigt „Marianne-Plehn-Programm“ an: „Rahmenbedingungen verbessern, damit sich angehende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bestmöglich auf ihre Forschungsarbeit konzentrieren können.“

20.01.2020 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
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Bayern legt für besonders begabte Doktorandinnen und Doktoranden im Freistaat ein neues Programm auf: Das Marianne-Plehn-Programm, benannt nach der ersten Professorin in Bayern, ermöglicht es den Promovierenden, ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes mit einer Viertelstelle an einer bayerischen Universität, die das Elitenetzwerk Bayern finanziert, zu vereinen. Das kündigte Wissenschaftsminister Bernd Sibler heute an und betonte: „Mit diesem neuen Konzept verbessern wir die Rahmenbedingungen für Doktorandinnen und Doktoranden in einer entscheidenden Phase ihrer beruflichen Entwicklung spürbar. Wir ermöglichen es ihnen, die wissenschaftliche Arbeit in einem institutionellen Rahmen und zugleich die wichtige soziale Absicherung während dieser Zeit zusammenzubringen. Unser Ziel ist schließlich, dass sich die angehenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bestmöglich auf ihre Forschungsarbeit konzentrieren können.“

Die Viertelstelle an der Hochschule ist innerhalb Bayerns frei wählbar. Die Doktorandinnen und Doktoranden erhalten diese, wenn sie in das Förderprogramm aufgenommen werden. Die Auswahl der Doktorandinnen und Doktoranden für die Förderung im Marianne-Plehn-Programm erfolgt durch die Studienstiftung des deutschen Volkes. Zudem führt diese ein zusätzliches bayerisches Exzellenzprogramm für die Stipendiatinnen und Stipendiaten durch. Das neue Marianne-Plehn-Programm folgt dem ursprünglichen Forschungsstipendienprogramm.

Externe Expertenkommission lobt hervorragende und modellgebende Struktur des Elitenetzwerks Bayern

Ausgangspunkt der Weiterentwicklung ist der umfassende Evaluationsbericht einer unabhängigen Expertenkommission zu den fünf Programmen des Elitenetzwerks Bayern. Die Kommission stellt darin die hohe Qualität des breit angelegten und klug aufeinander aufbauenden Angebots des Elitenetzwerks heraus. Sie bewertet es in ihrem Abschlussbericht als ein hervorragendes und absolut modellgebendes Programm. Zugleich hat die Evaluation ansprechende Impulse zur Weiterentwicklung gesetzt.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler erklärte: „Dass unser Konzept vor einer Fachkommission derart überzeugt, bestätigt mich in unserem Tun. Kluge Köpfe sind mit das wichtigste Kapital unserer Zukunft! Mit ihren Ideen und Visionen, ihrem Können und ihrer Expertise haben sie enormes Potenzial, um unser Land, sei es in Wissenschaft oder Wirtschaft, mitzugestalten und voranzubringen. Sie zu fördern und zu unterstützen, sehe ich daher als Kernaufgabe einer vorausschauenden Wissenschaftspolitik an. Unser Ziel ist es, dieses Angebot stets weiter zu optimieren.“

Seit dem Jahr 2004 bietet der Freistaat besonders begabten jungen Menschen einmalige Rahmenbedingungen, damit diese ihre Talente weiterentwickeln können. In seiner Struktur ist das Elitenetzwerk Bayern deutschlandweit einzigartig. Der Freistaat fördert es jährlich mit über 20 Millionen Euro. Vom Abitur bis zur Post-Doc-Phase bietet der Freistaat mit dem Elitenetzwerk Bayern fünf bundesweit beachtete, aufeinander abgestimmte Förderlinien.

Die Förderlinie der Elitestudiengänge ist grundsätzlich interdisziplinär angelegt und wird überwiegend als Kooperation mehrerer Universitäten angeboten. Alle Wissenschaftsbereiche von Geistes- und Sozialwissenschaften über Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Informatik bis hin zu Lebenswissenschaften sind berücksichtigt. In den vergangenen 15 Jahren hat das Elitenetzwerk Bayern über 10.000 Mitglieder gefördert.


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