"Wo gibt es die Jobs der Zukunft?"

Die Arbeitsplätze werden sich in Zukunft verändern – müssen wir uns daher auch verändern? Diese und andere Fragen wurden bei der Auftaktveranstaltung des ZEIT CAMPUS FORUM unter dem Titel "Wo gibt es die Jobs der Zukunft?" diskutiert. Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Online-Agenturen und Internetforschung gaben dazu den Auszubildenden, Studierenden und Absolventen ganz unterschiedliche Antworten.

10.03.2008 Pressemeldung Initiative D21 e. V.

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) spielen eine immer wichtigere Rolle im Beruf. Entsprechend wurden in der Podiumsdiskussion viele daraus resultierende Themen aufgegriffen: welche neuen Tätigkeitsfelder sich auftun; welche Qualifikationen Absolventen künftig mitbringen müssen, welche Anforderungen die neuen Jobs an Flexibilität und Mobilität stellen aber auch, wie die neuen Möglichkeiten des Web 2.0 effektiv für die Jobsuche genutzt werden können

Dr. Volker Hasewinkel, Leiter des Zentralbereiches Human Ressources Development bei der Deutschen Telekom AG, beschreibt die Anforderungen, denen sich Unternehmen und künftige Absolventen stellen müssen: "Als internationaler Hightech-Konzern stehen wir geradezu sinnbildlich für die Jobs der Zukunft. Vernetztes Leben und Arbeiten ist längst Realität. Das bedeutet auch für die IT-Branche, sich immer mehr von der Fokussierung auf spezifische Fachkompetenzen hin zu übergreifenden Fähigkeiten entwickeln zu müssen. Wir brauchen Nachwuchskräfte, die neben der Branchenaffinität auch Pioniergeist, Persönlichkeit und soziale Kompetenz besitzen um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern."

Darüber hinaus bietet die digitale Zukunft faszinierende Job-Möglichkeiten: "Das Internet eröffnet neue Handlungsspielräume, weil die Nadelöre, Flaschenhälse und Türsteher des physischen Vertriebs wegfallen - Stichwort: Long Tail. Das eröffnet Chancen für neue Nischenanbieter und Geschäftsmodelle, die früher ins Reich der Liebhaberei und des ambitionierten Hobbys verbannt waren", so Holm Friebe, Zentrale Intelligenz Agentur.

Nerd-Forscherin Mareike Glöß wies auf ein weiteres künftiges Phänomen hin: "Der Nerd als computerfixierter Einzelgänger, ohne funktionierendes Sozialleben ist ein weit verbreitetes Klischee. Die immer größere Rolle, die IT-Experten in der modernen Wissensgesellschaft zukommt, macht es jedoch erforderlich, einen Blick hinter die Fassade dieses Stereotyps zu wagen: Oft belächelt, baut es Grenzen auf, zwischen IT-Nutzern und IT-Gestaltern. Es ist deshalb umso wichtiger, die Art und Weise, wie wir in unserem Alltag mit Technik umgehen, zu analysieren und nach neuen Gestaltungsmöglichkeiten zu suchen, mit denen solche Grenzen überwunden werden können."

ZEIT CAMPUS FORUM fand im Rahmen des D21-Kongresses "Unsere Zukunft in IKT" statt, den die Initiative D21 gemeinsam mit den Partnern VDE, BVDW, DIE ZEIT und ver.di auf der CeBIT durchführte. Der Kongress bot Studierenden, Auszubildenden, Schülerinnen und Schülern ein einzigartiges Forum zur Information und Diskussion über ihre Zukunft in IKT.

Das ZEIT CAMPUS FORUM mit der Initiative D21 ist eine Reihe von Podiumsdiskussionen für Studenten von Experten aus der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu einem aktuellen Thema aus den Bereichen Berufseinstieg, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven mit anschließender Diskussionsrunde. Die Veranstaltungsreihe findet zunächst an zwei deutschen Universitäten, der TU Darmstadt (24. April) und HAW Hamburg (19. Juni) statt.

Ansprechpartner

Initiative D21 e. V.

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