Zöllner: Hochschulverträge haben sich bewährt - bemerkenswerte Leistungssteigerungen
Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner hat heute vor dem Wissenschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses eine positive Bilanz der Hochschulverträge für die Jahre 2006 bis 2009 gezogen. Alle Hochschulen hätten ihre vertraglichen Verpflichtungen im Wesentlichen erfüllt und dabei in einigen Bereichen bemerkenswerte Leistungssteigerungen erzielt. Hervorzuheben sei, dass die Hochschulen noch bis 2007 beachtliche Kürzungen hatten hinnehmen müssen. Erst durch den von Zöllner initiierten Masterplan "Wissen schafft Berlins Zukunft" sind seit dem Jahr 2008 wieder zusätzliche Finanzmittel an die Hochschulen geflossen, die bei Abschluss der Hochschulverträge nicht zu erwarten waren.
02.12.2010 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungIn der Exzellenzinitiative waren die Berliner Universitäten sehr erfolgreich. In beiden Runden des Wettbewerbs zusammengenommen haben sie vier Exzellenzcluster und sieben Graduiertenschulen eingeworben. Ein weiterer herausragender Erfolg war der Zuschlag, den die Freie Universität für ihr Zukunftskonzept erhalten hat. Sie ist damit in die Lage versetzt, ihre Vorstellungen einer exzellenten Universität mit entsprechender finanzieller Unterstützung zu realisieren.
Hervorzuheben ist nach Ansicht Zöllners die Reduzierung der Abbrecherquote an den Berliner Hochschulen. Hier mache sich bemerkbar, dass die Mittelzuweisung an die Unis jetzt auch die Zahl erfolgreicher Studienabschlüsse berücksichtigt.
Insgesamt wurde 2009 die Umstellung auf die neue Studienstruktur mit Bachelor- und Masterabschlüssen vertragsgemäß so gut wie abgeschlossen. Kernstück des Umstellungsprozesses auf die neue Studienstruktur war auch die Reform im Bereich der Lehramtsausbildung, die sich vor allem durch polyvalente, d.h. auch für andere Berufsziele nutzbare Lehramts-Studiengänge auszeichnet. Dabei konnten im ersten Schritt der Umstellung noch nicht in jedem Fall optimale Lösungen gefunden werden; Initiativen zur Nachsteuerung des Bologna-Prozesses wurden eingeleitet.
Die Fachhochschulen haben - entsprechend einer Empfehlung des Wissenschaftsrates - ihre Kapazität erweitert und bieten mittlerweile rund 40 Prozent der Gesamtaufnahmekapazität für Studienanfänger an. Dazu hat auch die erfolgreiche Weiterführung des Berliner Fachhochschulstrukturfonds beigetragen, die trotz der ohnehin erheblichen Plafondsenkungen von den Universitäten ermöglicht wurde.
Von den künstlerischen Hochschulen wurden seit 2007 hochschulübergreifende Zentren geschaffen, die zu einem Markenzeichen für die Kulturstadt Berlin werden können. Hierzu gehören das von der Universität der Künste Berlin und der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" gemeinsam getragene Jazz-Institut-Berlin (JIB) und das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz (HZT), das seinen Schwerpunkt im Bereich des zeitgenössischen Tanzes entwickelt.
Die jetzt dem Abgeordnetenhaus zugeleiteten Leistungsberichte der Hochschulen sind, so Zöllner, "Nachweis ihrer enormen Leistungsfähigkeit". Die positive Entwicklung der Berliner Hochschullandschaft werde im internationalen und nationalen Vergleich durch einschlägige Rankings unterstrichen. Es gelte nun, die eingeleiteten Prozesse zu verstetigen und die Hochschullandschaft weiter zu stärken. Die in den Hochschulverträgen für 2010 bis 2013 vereinbarte Einführung eines neuen leistungsbasierten Finanzierungssystems bilde hierfür – genauso wie die bundesweit einmalige Mittelerhöhung – eine hervorragende Grundlage.
Die Leistungsberichte der Hochschulen sind nachzulesen unter: www.berlin.de/sen/wissenschaft-und-forschung/berliner-hochschulen/index.html
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