Hochschulnetzwerk

Bundesministerin betont Unterstützung für ukrainische Wissenschaft

Im Rahmen der deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen traf Bundesforschungsministerin Dorothee Bär den ukrainischen Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft, Oleksii Sobolev. Dabei ging es um eine vertiefte Zusammenarbeit und Synergien in Innovation, Wissenschaft und Forschung.

15.04.2026 Bundesweit Pressemeldung Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
  • Auf einem großen Tisch in einem leeren Besprechungsraum stehen Tischkärtchen. © Adobe Stock „Mit Wissenschaft heute Kriegsfolgen in der Ukraine überwinden und morgen für den Wiederaufbau eintreten“, so Bundesministerin Dorothee Bär.

Dazu erklärt die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär: „Seit über vier Jahren greift Russland auch die Universitäts- und Forschungslandschaft der Ukraine an – und damit die Wissenschaftsfreiheit weltweit. Die Wissenschaft leistet einen zentralen Beitrag um heute in der Ukraine die Kriegsfolgen zu überwinden und morgen den Wiederaufbau im Sinne von „build back better“ zu leisten. Das BMFTR investiert mehr als 110 Millionen Euro bis zum Jahr 2029. Gleichzeitig arbeiten wir an Forschungs-projekten zu globalen Herausforderungen und entlang der Hightech Agenda Deutschland. Heute veröffentlichen wir eine neue Fördermaßnahme. Sie zielt auf deutsch-ukrainische Partnerschaften und stärkt das ukrainische Forschungs- und Innovationssystem. Zusammen mit europäischen und internationalen Partnern arbeiten wir für eine starke und innovative Ukraine.“

Hintergrund

Deutschland ist der größte Unterstützer in der EU der ukrainischen Wissenschaft- und Hochschullandschaft. Das BMFTR unterstützt die Ukraine seit Beginn des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs im Februar 2022 mit zahlreichen zusätzlichen Maßnahmen zur Hochschulzusammenarbeit.

Aktuelle Förderrichtlinie
Forschung und Innovation in der Ukraine werden durch eine heute veröffentlichte Förderrichtlinie zur strukturellen Stärkung des ukrainischen Forschungs- und Innovationssystems gestärkt, für die Fördermittel in Höhe von 2,4 Millionen Euro vorgesehen sind.

Deutsch-ukrainische Exzellenzkerne
Seit 2024 werden vier Exzellenzkerne für einen Zeitraum von vier Jahren zusammen mit rund 11 Millionen Euro gefördert. Aufgrund ihres Ansatzes können die Exzellenzkerne in Kyjiw, Lwiw und Charkiw einen wichtigen Beitrag für den Erhalt und Wiederaufbau des ukrainischen Wissenschaftssystems leisten und relevante wissenschaftliche Erkenntnisse liefern. So haben Forscherinnen und Forscher des biotechnologischen Exzellenzkerns in Lwiw ein innovatives Antibiotikum mit neuartigem Wirkmechanismus entdeckt, das nun kurz vor der sog. klinischen Phase I steht, in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung.

Deutsch-ukrainisches Hochschulnetzwerk
Der Aufbau eines Deutsch-Ukrainischen Hochschulnetzwerks umfasst 30 Projekte mit 31 deutschen und 44 ukrainischen Hochschulen und wird ab dem 1. Juli seit Mitte 2025 bis 30. Juni 2029 mit einem geplanten Gesamtvolumen von 24 Millionen Euro durch das BMFTR über den DAAD gefördert.

Deutschland als Ziel für ukrainische Studierende und Forschende
2024 studierten rund 12.700 Ukrainerinnen und Ukrainer in Deutschland. Über 1.400 ukrainische Forschende arbeiteten 2024 in Deutschland– die höchste Anzahl weltweit laut UNESCO-Bericht.

Weitere Informationen

Hier geht es zu weiteren Informationen zu Ukraine.


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