Ranking

Deutsche Hochschulen stark in Forschung, Wissenstransfer und internationaler Orientierung

U-Multirank, das größte weltweite Hochschulranking, ist mit neuen Daten online. Zu fast 1.500 Hochschulen in 99 Ländern finden sich vielfältige Informationen in den fünf Dimensionen Forschung, Lehre, Internationalität, Wissenstransfer und regionales Engagement.

31.03.2017 Bundesweit Pressemeldung CHE Centrum für Hochschulentwicklung
  • © www.pixabay.de

Mit seinem multidimensionalen Ansatz ist U-Multirank das einzige internationale Ranking, das ein differenziertes Bild der Leistungen der Hochschulen zeichnet. U-Multirank zeigt neben der Forschungsleistung auch Stärken, die bisher in internationalen Rankings verborgen blieben.

Die vierte Ausgabe von U-Multirank umfasst mehr Hochschulen und neue Fächer sowie neue Indikatoren. Neu sind die Fächer VWL (Economics), Bauingenieurwesen (Civil engineering), Chemieingenieurwesen (Chemical engineering), Industrieingenieurwesen (Industrial engineering). Aktualisiert wurden in diesem Jahr die Daten in den vier Fächern BWL (Business Studies), Elektrotechnik und Informationstechnik (Electrical engineering), Maschinenbau (Mechanical engineering) und Informatik (Computer science). Für 16 Fächer stehen mittlerweile Daten zur Verfügung.

Der EU-Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Tibor Navracsics: "U-Multirank gibt Studierenden, Eltern und anderen Akteuren anhand unterschiedlicher Parameter einen wertvollen Einblick in die Hochschule ihrer Wahl. Das ist notwendig, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.“

Auch über den Hochschulvergleich hinaus liefert U-Multirank Einsichten in das internationale Hochschulwesen: Das Fach BWL ist in besonderem Maße international ausgerichtet. Die Studiengänge sind stärker international orientiert und auch der Austausch und die Mobilität von Studierenden sind ausgeprägter. Hochschulen stehen in diesem Fach stärker in globaler Konkurrenz.

Die höchste Anzahl an A-Platzierungen im Fach BWL haben in Deutschland die WHU – Otto Beisheim School of Management, die EBS Universität für Wirtschaft und Recht, die Universität Mannheim, die TU München und die Hochschule Aalen.

Weltweit bietet U-Multirank Studierenden, Hochschulen, der Wirtschaft und politischen Akteuren umfassende Daten, die einen Vergleich der Leistungen sowohl auf der Fachebene als auf der Hochschulebene erlauben. U-Multirank bietet seinen Nutzern die Möglichkeit, die Hochschulen auf Basis dessen zu vergleichen, was ihnen persönlich wichtig ist. Hochschulen zeigen ihre spezifischen Stärken in den Bereichen Forschung, Lehre, Wissenstransfer Internationalität sowie regionales Engagement.

Auf Hochschulebene sind deutsche Hochschulen in diesem Jahr besonders stark in Wissenstransfer und internationaler Orientierung sowie Forschung – hier weisen über 60 Prozent der Hochschulen überdurchschnittlich gute Leistungen auf. Bei den Dimensionen „Lehre“ und „Regionales Engagement“ ist noch Luft nach oben zu erkennen.

Professor Dr. Frans van Vught, einer der Projektleiter von U-Multirank: „Eine erfolgreiche Hochschullandschaft braucht unterschiedliche Typen von Hochschulen – nicht nur solche, die groß und auf Forschung fokussiert sind, sondern auch kleine Hochschulen, medizinische Hochschulen, Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie andere. Genau diese Diversität macht U-Multirank sichtbar.“  

Neue Readymade Rankings

Neben der Möglichkeit als Nutzer, interaktiv in U-Multirank die Auswahl an Hochschulen anzeigen zu lassen, die den eigenen Präferenzen entsprechen, gibt es sogenannte „Readymades“ mit voreingestellten Auswahlkriterien. Mit der Veröffentlichung der neuen Daten stehen zwei weitere „Readymade Rankings“ zur Verfügung, in die schon die Daten der neuen Indikatoren eingeflossen sind.

Das neue „Readymade“ Ranking zum Thema Applied Knowledge Partnerships zeigt, welchen Hochschulen es besonders gut gelingt, angewandte Forschung in praktische Umsetzung zu übertragen: die University of Deusto (Spanien), ebenso wie die Technische Hochschule Nürnberg und die Hochschule Pforzheim.

Ein zweites „Readymade“ Ranking, setzt seinen Fokus auf Forschung und Forschungskooperationen (reserach and research linkages). Hier stehen international bekannte Hochschulen vorne, wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Harvard. Beim „Impact“ der Forschung punkten aber auch kleine und spezialisierte Hochschulen, wie bspw. die Hanken School of Economics (Finnland), das Institute of Cancer Research (Vereinigtes Königreich), London School of Hygiene and Tropical Medicine (Vereinigtes Königreich) sowie die Rockefeller University (USA).

Die vierte Ausgabe von U-Multirank ist die bisher größte seit dem Start in 2014. Die Anzahl der Hochschulen hat sich fast verdoppelt und die Gesamtzahl der Länder ist von 70 auf 99 angestiegen, mit 3.284 teilnehmenden Fakultäten und insgesamt 10.526 Studienfächern. In diesem Jahr hat U-Multirank in den Ländern, in denen es möglich war, öffentlich verfügbare nationale Daten genutzt. So konnten mehr als 44.000 Werte auf Hochschulebene sowie 65.000 Werte auf Fächerebene mit offiziellen Daten ergänzt werden. Dies macht U-Multirank zur weltweit größten Hochschulvergleich-Seite.

U-Multirank ist eine Initiative der EU-Kommission und wird im Rahmen des ERASMUS+ Programm gefördert.


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden