BERICHT AUS BRÜSSEL

Förderung grenzüberschreitender Mobilität in der Berufsausbildung

Auf dem von der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer am vergangenen Dienstag in Paris organisierten Deutsch-Französischen Berufsbildungstag wurden Impulse an die EU zur Stärkung der Beruflichen Bildung und zur Bedeutung digitaler Kompetenzen in der EU gegeben.

15.10.2019 Bundesweit Artikel DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag
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Dr. Achim Dercks, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des DIHK, regte eine gemeinsame Exzellenzinitiative zur Förderung grenzüberschreitender Mobilität in der Berufsausbildung an.

Vor rund 300 politischen Entscheidern und Wirtschaftsvertretern verwies Dercks darauf, dass der Berufsbildungstag der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer zum ersten Mal im Zeichen des neuen, Anfang 2019 in Aachen unterzeichneten Élysée-Vertrages stehe, der explizit die Kooperation in der Berufsbildung stärke und verankere.

"Um den neu geschaffenen Bildungsartikel im Aachener Vertrag weiter mit Leben zu füllen, plädiere ich für eine gemeinsame Exzellenzinitiative zur Förderung grenzüberschreitender Mobilität in der Berufsausbildung", sagte der Stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Zudem sollten wir länderübergreifende duale Studiengänge mit akademischem und beruflichem Abschluss anstreben", regte er an, "Formate, bei denen deutsche Industrie- und Handels- beziehungsweise Handwerkskammern mit Hochschulen in Deutschland und/oder Frankreich kooperieren.

Für die Betriebe seien IT-Kenntnisse ein wichtiges Einstellungskriterium, das Know-how der Azubis etwa zu IT-Sicherheit oder Datenschutz lasse zu Ausbildungsbeginn aber oft zu wünschen übrig, bedauerte Dercks. "Solche Kompetenzen müssen bereits in Schule gefördert werden, um in Betrieb und Berufsschule darauf aufbauen zu können.

Auch die berufliche Weiterbildung müsse auf die neuen Herausforderungen reagieren und tue dies, so Dercks. Etablierte Abschlüsse würden überarbeitet, neue entwickelt. Die IHK-Organisation engagiere sich im Rahmen der Nationalen Weiterbildungsstrategie vor allem für noch bessere Vernetzung der IHK-Weiterbildungsberatung vor Ort und die Stärkung der Höheren Berufsbildung.


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