Am 18. Juli 2010, 23:54 Uhr, als der Landeswahlleiter das Ergebnis des Hamburger Volksentscheids über die sechsjährige Primarschule verkündet hatte, erschien in ZEIT/Online unter dem Titel "Zäune und Wachmannschaften" ein Kommentar von Christian Bangel. Der Untertitel: "Die Hamburger haben gegen die Schulreform gestimmt. Doch die panische Abgrenzung der Mittelschicht wird das Problem verschärfen." Bangel hält die These, Kinder lernten besser, "wenn sie unter ihresgleichen seien", für längst widerlegt. Doch Argumente brauchten die Initiatoren des Volksentscheids seiner Meinung nach auch nicht. "Sie zehrten stattdessen von der latenten Furcht vor lernschwachen, gewaltbereiten Kindern aus sozial schwachen Elternhäusern. Sie schürten die Angst, der Mittelschicht könne ein Refugium zivilisierter Erziehung verloren gehen."
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02.08.2010
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