178 Referendar:innen starten im Land Bremen
Mit dem neuen Jahrgang setzt das Land Bremen seine kontinuierliche Ausbildung von Lehrkräften fort – ein zentraler Baustein zur Sicherung der Unterrichtsversorgung und zur Weiterentwicklung der Bildungsqualität in Bremen und Bremerhaven.
14.08.2026 Bremen Pressemeldung Bremen Senator für Kinder und Bildung178 Referendar:innen sowie zehn Anpasser:innen haben im August ihren Vorbereitungsdienst am Landesinstitut für Schule (LIS) aufgenommen.
Kinder- und Bildungssenator Mark Rackles unterstreicht die Bedeutung des neuen Jahrgangs: "Ich freue mich sehr, dass sich erneut so viele angehende Lehrkräfte für Bremen und Bremerhaven entschieden haben. Mit dem Beginn ihres Vorbereitungsdienstes übernehmen sie Verantwortung für die Zukunft unserer Gesellschaft. Diese Aufgabe ist anspruchsvoll und zugleich eine große Chance: Sie können Schule aktiv gestalten, pädagogische Impulse setzen und die Bildungslandschaft unseres Landes weiter stärken."
Die neuen Lehrkräfte verteilen sich auf alle relevanten Ausbildungsstufen. In der Primarstufe beginnen 36 Personen, davon 27 in Bremen und 9 in Bremerhaven. In der Sekundarstufe I starten vier Lehrkräfte, jeweils zwei in beiden Städten. Die größte Gruppe bildet die Sekundarstufe II mit 97 neuen Referendarinnen und Referendaren, von denen 74 in Bremen und 23 in Bremerhaven eingesetzt werden. In der Sekundarstufe IIb (Fokus auf berufliche Ausbildung) beginnen zwölf Personen, jeweils sechs in Bremen und Bremerhaven. Die Sonderpädagogik verzeichnet 29 neue Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, davon 21 in Bremen und 8 in Bremerhaven. Insgesamt entfallen damit 130 Referendarinnen und Referendare auf Bremen und 48 auf Bremerhaven, was einem Anteil von rund 27 Prozent entspricht.
Zusätzlich starten zehn sogenannte Anpasserinnen und Anpasser, die ihre Qualifizierung im Schuldienst fortsetzen – acht von ihnen in Bremen, zwei in Bremerhaven.
Direktor Stephan Rademacher betont die Rolle des LIS in der Lehrkräfteausbildung: "Wir freuen uns über das Vertrauen, das uns die angehenden Lehrkräfte entgegenbringen. Unser Anspruch ist es, sie professionell, praxisnah und mit hoher Qualität auf den Schulalltag vorzubereiten. Die kontinuierlich hohe Nachfrage zeigt, dass unser Ausbildungssystem überzeugt und die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen wahrgenommen und geschätzt wird."
Der neue Jahrgang steht zugleich für eine bildungspolitische Schwerpunktsetzung: Bremen investiert weiterhin konsequent in die Ausbildung von Lehrkräften, um Schulen in beiden Städten nachhaltig zu stärken. Die Verteilung der neuen Lehrkräfte zeigt, dass Bremerhaven erneut einen substanziellen Anteil erhält – ein wichtiges Signal für die Sicherung der Unterrichtsversorgung in der Seestadt und für die Unterstützung der Schulen in herausfordernden Lagen. Der Anteil der Referendarinnen und Referendare, die einer Schule in Bremerhaven zugewiesen werden, wurde kontinuierlich erhöht und liegt inzwischen deutlich über dem Anteil Bremerhavens an der Gesamtbevölkerung. Beim Einstellungstermin zum 1. Februar 2025 wurden 23,5 Prozent der Referendarinnen und Referendare – 57 von insgesamt 243 Personen – einer Schule in der Seestadt zugewiesen. Diese Aufstockung auf eine Quote von jetzt 27 Prozent erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass mehr Nachwuchslehrkräfte langfristig in Bremerhaven bleiben und dort unterrichten.
Bremerhavens Schuldezernent Hauke Hilz hebt hervor: "Ich freue mich, in Bremen auf derart viele Referendarinnen und Referendare zu treffen. Für die Stadt Bremerhaven kann ich versichern, dass die Anwärterinnen und Anwärter sowohl von den Kolleginnen und Kollegen in unseren Schulen als auch vom LIS Hauptseminar Bremerhaven exzellent auf den Schuldienst vorbereitet werden. Insbesondere diejenigen, deren Wunschziel nicht Bremerhaven war, möchte ich ermutigen, sich auf die Schulen in der Seestadt einzulassen. Die Vergangenheit hat gezeigt: Es lohnt sich."
Ein besonderer Höhepunkt für die neuen Lehrkräfte ist der feierliche Empfang in der Kunsthalle Bremen, bei dem der Senator für Kinder und Bildung sowie Vertreterinnen und Vertreter des Landesinstituts und der Kunsthalle die neuen Referendarinnen und Referendare willkommen heißen. Der Empfang bietet einen würdigen Rahmen für den Einstieg in den Vorbereitungsdienst und die Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen und sich mit der Bildungslandschaft des Landes vertraut zu machen.
Mit dem neuen Jahrgang werden nun erneut mehrere hundert angehende Lehrkräfte im Land Bremen ausgebildet. Dies ist ein zentraler Beitrag zur langfristigen Sicherung der Unterrichtsqualität und zur Weiterentwicklung der Schulen in Bremen und Bremerhaven.
- Bremen: Investieren statt improvisieren
- Bremens Schüler:innen zeigen verbesserte Englischleistungen
- Bremer Senat stärkt Unterrichtsversorgung
Keine Kommentare vorhanden