Ahnen: Grundschullehreraustausch stärkt deutsch-französische Freundschaft
"Das Austauschprogramm zwischen deutschen und französischen Grundschullehrerinnen und Grundschullehrern, das in diesem Schuljahr seit 40 Jahren besteht und an dem sich neben Rheinland-Pfalz noch neun weitere Bundesländer beteiligen, ist über die Jahre hinweg nicht nur ein wichtiger Bestandteil der freundschaftlichen deutsch-französischen Beziehungen gewesen, sondern hat auch für die Schulen der Primarstufe in beiden Ländern wertvolle Impulse geliefert." Das unterstrich die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen heute anlässlich eines Treffens mit den zehn französischen Grundschullehrkräften, die sich in diesem Schuljahr in Schulen des Landes aufhalten und dort unterrichten.
04.09.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzDas Austauschprogramm für Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer sei als direkte Folge des Deutsch-Französischen Vertrags ins Leben gerufen worden, so Doris Ahnen. Alles in allem seien seit dem Start des Programms 1968 etwa 350 Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer aus Rheinland-Pfalz beteiligt gewesen und genauso viele aus Frankreich. In diesem Jahr beteiligen sich an dem Austauschprogramm jeweils zehn Lehrkräfte aus Rheinland-Pfalz und aus Frankreich. Bundesweit sind es insgesamt 60 deutsche und 60 französische Lehrkräfte.
Für Rheinland-Pfalz, das sich an dem Austausch von Anfang an beteiligt habe, sei das vom Deutsch-Französischen Jugendwerk organisierte Austauschprogramm nicht nur wegen seiner geographischen Nähe zu Frankreich und der schon aus der Geschichte heraus engen Verbindungen von besonderer Bedeutung, sagte Doris Ahnen und ergänzte: "Die Begegnung mit der französischen Sprache wird hier im Land wirklich groß geschrieben." Das zeige erstens das Landesprogramm ,Lerne die Sprache des Nachbarn´, an dem sich mittlerweile rund 180 Kindertagesstätten beteiligen. Zweitens würden an rund 300 Grundschulen landesweit Schülerinnen und Schüler entweder im Rahmen der integrierten Fremdsprachenarbeit oder aber in Arbeitsgemeinschaften an die französische Sprache herangeführt – das sei fast ein Drittel aller Grundschulen landesweit. Und drittens legten auch die weiterführenden Schulen in Rheinland-Pfalz einen Schwerpunkt im Französischen, indem neben dem regulären Französisch-Unterricht sowie Arbeitsgemeinschaften in dieser Sprache beispielsweise bilingualer Unterricht, in dem fächerübergreifend zweisprachig unterrichtet wird, sowie sogar die Chance, neben dem deutschen Abitur parallel das französische AbiBac zu erwerben, angeboten würden.
Insbesondere für Projekte wie den bilingualen Unterricht in Grundschulen hätten die Austauschaufenthalte einen besonderen Schub gebracht, hielt Bildungsministerin Ahnen fest. Der Austausch von Lehrkräften sei aber nicht nur für die Sprachvermittlung eine wirkliche Bereicherung, er diene auch der kulturellen Verständigung und trage dazu bei, dass Kinder schon früh positive Eindrücke von Europa als Ganzem bekämen. "Viele Verbindungen, die über den Austausch geknüpft wurden und werden, wirken zudem nach und münden nicht selten in Partnerschaften von Grundschulen in Rheinland-Pfalz und in Frankreich", sagte Doris Ahnen und verwies darauf, dass es momentan rund 80 solcher Partnerschaften zwischen rheinland-pfälzischen und französischen Grundschulen gebe.
Hinweis: Die zehn französischen Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer halten sich aktuell auf an der Pestalozzischule in Landau, der Bohämmer-Grundschule in Bad Bergzabern, der Grundschule Deidesheim, der Zeppelinschule in Speyer, der Robert-Schuman-Schule in Pirmasens, der Marc-Chagall-Schule in Mainz-Drais, der Humbrecht-Grundschule in Hupperath, der Bürgermeister-Castenholz-Schule in Linz, sowie der Grundschulen St. Laurentius und St. Marien in Saarburg.
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