Ahnen: Gute Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2006/2007
"Die Unterrichtsversorgung in den allgemeinbildenden Schulen des Landes kann im jetzt laufenden Schuljahr auf dem hohen Niveau des Vorjahres, das den Spitzenwert der vergangenen zehn Jahre darstellt, sichergestellt werden." Das unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen heute bei der Vorstellung der Ergebnisse der amtlichen Schulstatistik 2006/2007 für die allgemeinbildenden Schulen. Der von den Schulen angemeldete Bedarf an Lehrerwochenstunden, der neben dem Pflichtunterricht nach der Stundentafel auch Förder- und Differenzierungszuschläge umfasst, könne mit der jetzigen Ausstattung zu 98,4 Prozent abgedeckt werden. "Die Bemühungen von Schulaufsicht und Ministerium um eine möglichst optimale Versorgung der Schulen waren trotz bundesweit bestehender Probleme auf dem Lehrerarbeitsmarkt auch in diesem Jahr erfolgreich", sagte Doris Ahnen.
09.11.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzIn den einzelnen Schularten stelle sich die Lage bei der Unterrichtsversorgung wie folgt dar: An den Grundschulen, die schon im vergangenen Schuljahr voll versorgt gewesen waren, habe sich die Versorgung weiter auf 100,5 Prozent verbessert. Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr seien auch für die Hauptschulen (auf 98,9 Prozent), die Dualen Oberschulen (auf 98,7 Prozent) und die Förderschulen (auf 96,8 Prozent) gelungen. An den landesweit 84 Regionalen Schulen werde mit 98,8 Prozent) das Niveau des Vorjahres erreicht. An den Realschulen (97,6 Prozent), Gymnasien (97,1 Prozent) und den Integrierten Gesamtschulen (97,0 Prozent) seien auf einem insgesamt guten Niveau etwas niedrigere Versorgungswerte zu verzeichnen als im vergangenen Schuljahr.
Diese Entwicklung hänge eng mit den Schülerzahlen in den verschiedenen Schularten zusammen, sagte Doris Ahnen und ergänzte: "Neben der demographischen Entwicklung spiegelt sich hier auch eine erhöhte Übergangsquote in die gymnasiale Oberstufe wider." Der Gesamtrückgang um rund 5.400 Schülerinnen und Schüler auf knapp 481.600 Kinder und Jugendliche schlage sich insbesondere an den Grundschulen, den Hauptschulen und den Regionalen Schulen sowie in deutlich geringerem Umfang an den Realschulen nieder. Hingegen verzeichneten die 141 Gymnasien einen deutlichen, die landesweit 19 Integrierten Gesamtschulen einen etwas weniger ausgeprägten Schülerzuwachs. Die durchschnittlichen Klassengrößen, die an den übrigen Schularten weiter zurückgingen, seien allerdings an den Gymnasien nur ganz geringfügig gestiegen und an den Integrierten Gesamtschulen gleich geblieben.
Das Land habe auch zu diesem Schuljahr die seit Jahren praktizierte kontinuierliche Einstellungspolitik fortgesetzt, unterstrich Bildungsministerin Ahnen. Zu den zum Beginn des laufenden Schuljahres vorgenommenen 725 Einstellungen voll ausgebildeter Lehrkräfte in Dauerbeschäftigungsverhältnisse sei der Unterrichtsversorgung auch die Einstellung von 39 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger an den allgemeinbildenden Schulen zugute gekommen. In den berufsbildenden Schulen (BBS) würden zudem noch in diesem Monat 50 weitere Lehrkräfte nach Abschluss des Vorbereitungsdienstes eingestellt. Die kompletten Daten zur Unterrichtsversorgung im BBS-Bereich lägen – wie in jedem Jahr – etwa einen Monat nach den Daten für die allgemeinbildenden Schulen vor.
Bildungsministerin Ahnen unterstrich: "Um die Schülerinnen und Schüler im Land auch künftig mit einem gutem Unterrichtsangebot zu versorgen, müssen wir uns weiter anstrengen und wir werden das tun. Der momentan im Landtag beratene Haushaltsentwurf der Landesregierung schafft dafür gute Voraussetzungen, denn er sieht 240 neue Planstellen für das Jahr 2007 und 220 neue Stellen für das Jahr 2008 vor." Die Ministerin dankte aber auch ausdrücklich vor allem den Lehrerinnen und Lehrer, den Schulleitungen und der Schulaufsicht für ihre außerordentlichen Anstrengungen für eine gute Unterrichtsversorgung.
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