Ahnen: VERA liefert neue Daten zur Qualitätsentwicklung von Grundschulen

"Die Qualitätsentwicklung an den Grundschulen in Rheinland-Pfalz kann mit den jetzt den Schulen vorgelegten ersten Ergebnissen der landesweiten Auswertung für die Vergleichsarbeiten (VERA) des Jahres 2006 weiter vorangetrieben werden." Das unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen, die zugleich darauf verwies, dass die Aufgaben und Testfelder im diesjährigen VERA-Durchgang erstmals direkt auf die von der Kultusministerkonferenz (KMK) festgelegten bundesweiten Bildungsstandards für die Grundschule abgestellt waren, die seit dem Schuljahr 2005/2006 in Kraft seien.

20.12.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Mitte September hätten rund 43.000 Schülerinnen und Schüler der vierten Grundschulklassen in Rheinland-Pfalz in jeweils zwei Testfeldern aus den Fächern Mathematik und Deutsch Aufgaben bearbeitet, hielt die Bildungsministerin fest. Zugleich hatten die Grundschulen in Berlin, Brandenburg und Bremen sowie eine repräsentative Zentralstichprobe der Grundschulen in Mecklenburg-Vorpommern Vergleichsarbeiten geschrieben. Die dabei erzielten Leistungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler sowie die Verteilung der Testergebnisse auf Klassen- beziehungsweise auf Schulebene hätten die Schulen – wie in jedem Jahr bislang – jeweils zwei Wochen nach dem Hochladen der Ergebnisse auf den Server des VERA-Projektteams der Uni Landau erhalten. Damit seien die wesentlichen Daten für den Ausbau der individuellen Förderung und die Weiterentwicklung des Unterrichts in den einzelnen Schulen sehr zeitnah bereitgestellt worden, betonte Doris Ahnen. Die jetzt bereitgestellten Daten ermöglichten den einzelnen Grundschulen Vergleiche der eigenen Ergebnisse auf Schul- und Klassenebene mit Landesdurchschnittswerten in den getesteten Teilbereichen sowie den "fairen Vergleich" mit den Ergebnissen von Schulen mit ähnlichen Rahmenbedingungen. Die komplette Länderauswertung liege im Frühjahr 2007 vor.

Nach den jetzigen Ergebnissen lasse sich für die rheinland-pfälzischen Grundschulen festhalten, dass in dem neu festgelegten mathematischen Testfeld "Zahlen und Operationen" mehr als 76 Prozent aller Schülerinnen und Schüler eine der beiden oberen Kompetenzstufen erreichten, die die für VERA verantwortlichen Wissenschaftler für wünschenswert hielten. Im neuen Testfeld "Größen und Messen" hätten dies fast 74 Prozent geschafft. Im Fach Deutsch seien in dem ebenfalls neu zugeschnittenen Aufgabenbereich "Lesen und Texte erschließen" knapp 56 Prozent den zwei oberen Kompetenzstufen zuzurechnen. Dies zeige, dass die Förderung der Lesekompetenz auch in Zukunft die zentrale Aufgabe in der individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern sein müsse. Sehr erfreulich sei, dass im Landesschnitt in dem Bereich "Sprache untersuchen" mehr als 80 Prozent aller Schülerinnen und Schüler die beiden oberen Kompetenzstufen erreicht hätten.

Auf Grund der neuen Definition der Testfelder und des neuen Zuschnitts der Aufgabenpools in Folge der Orientierung an den Bildungsstandards seien die Ergebnisse von VERA 2006 nicht mit den Ergebnissen der Vorjahre vergleichbar. Dies werde auch für den VERA-Durchgang im Sommer 2007 gelten, bei dem die Vergleichsarbeiten dann in allen dritten Grundschulklassen – statt wie bisher Anfang des vierten Grundschuljahres – durchgeführt werde. "Ab dem Jahr 2008 wird es dann jährlich bundesweit Lernstandserhebungen zum Ende der dritten Klassenstufe in der Grundschule geben, die auf den Erfahrungen mit VERA aufbauen und wie die Vergleichsarbeiten 2006 und 2007 auf die Bildungsstandards für die Grundschule abgestimmt sind. Das wird der Qualitätsentwicklung in den Grundschulen in allen Bundesländern neuen Schub verleihen und bundesweit ein langfristiges Bildungsmonitoring für den Grundschulbereich ermöglichen", sagte Doris Ahnen.


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