Statistik

Anmeldungen an Grundschulen

Bildungssenator Ties Rabe hat heute die vorläufigen Anmeldezahlen für das nächste Schuljahr bekanntgegeben. Für die ersten Klassen an Hamburgs staatlichen Grundschulen haben sich mit Stichtag vom 6. Februar insgesamt 15.948 Schülerinnen und Schüler angemeldet, das sind 520 mehr als im letzten Jahr.

13.02.2020 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)
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Die Zahl der angemeldeten Vorschüler steigt um 307 Kinder auf 9.882. Senator Rabe: „Ich freue mich darüber, dass die Zahl der Kinder in Hamburg stetig wächst. Immer mehr junge Familien bekommen Kinder und blicken optimistisch in die Zukunft. Das zeigt, dass Hamburg nicht nur eine äußerst attraktive, sondern auch eine familienfreundliche Stadt ist, in der Familien gerne leben. Alle Kinder sollen gut lernen können. Deshalb werden wir die Zahl der Lehrkräfte weiter erhöhen und mit unserem ambitionierten Schulbauprogramm die Schulen gut auf die wachsende Kinderzahl vorbereiten.“

Die Steigerung der Anmeldzahlen für die ersten Klassen ist aber nicht in allen Bezirken gleich hoch. Die stärksten Zuwächse im Vergleich zum letzten Jahr gab es in den Bezirken Wandsbek (+173) und Harburg (+159), wohingegen es in den Bezirken Eimsbüttel (-50) und Bergedorf (-19) sogar leicht weniger Anmeldungen als 2019 gab. Zudem gibt es Bezirke, bei denen sich die Zahl der Anmeldungen je nach Region deutlich unterscheidet. So hat Altona als Bezirk insgesamt zwar 93 Anmeldungen mehr als 2019. Im Kerngebiet von Altona mit seinen neun Grundschulen und Grundschulabteilungen der Stadtteilschulen haben sich für das nächste Schuljahr dagegen 51 Kinder weniger für die erste Klasse angemeldet. Das von einigen Elternvertretern vorausgesagte extreme Schülerwachstum im Altonaer Kerngebiet bestätigte sich somit nicht.

Die Zahl der Anmeldungen für die Vorschulklassen (VSK) ist um 307 Anmeldungen auf 9.882 gestiegen. Allerdings sind die Anmeldezahlen an den Vorschulklassen seit Jahren stets höher als die Zahl der tatsächlich nach den Sommerferien eingeschulten Vorschülerinnen und Vorschüler, weil es für die Vorschulklassen keine Schulpflicht gibt und sich eine Reihe von Eltern noch in letzter Minute für eine Kita entscheidet. Insofern bestätigt zwar die Zahl der Anmeldungen für die Vorschulklassen den Wachstumstrend, ist aber nicht mit der Zahl der Vorschüler nach den Sommerferien gleichzusetzen.

In Hamburg können Eltern die Schule für ihr Kind frei wählen. Für die ersten Klassen geben Sie dazu einen Erstwunsch, aber auch zusätzlich einen Zweit- und einen Drittwunsch an. Für die Vorschulklasse gibt es lediglich einen Erstwunsch. Die Eltern können aber angeben, ob das Kind bei überangewählten Vorschulen auf eine Warteliste soll oder an eine andere Schule zugewiesen werden möchte.

Werden an einer Schule mehr Kinder angemeldet, als es Klassenräume gibt, werden zuerst die Kinder aufgenommen, deren Geschwister bereits die Schule besuchen. Danach entscheidet die Schulweglänge über die Aufnahme in der Wunschschule: Wer am nächsten wohnt, bekommt den Schulplatz. In den allermeisten Fällen können fast alle Kinder ihre Wunschschule besuchen. Die Erfüllungsquote für den Erstwunsch liegt seit Jahren deutlich über 90 Prozent. Möglich wurde das unter anderem auch durch das Schulbauprogramm der letzten Jahre. Bei allen Daten handelt es sich um die vorläufigen Anmeldezahlen. Zudem werden wie immer bis zur endgültigen Einschulung nach den Sommerferien mehrere hundert Familien aus der Stadt wegziehen und etwas mehr Familien in der gleichen Zeit in die Stadt ziehen.

Die meisten Anmeldungen für die erste Klasse verzeichnen die Fridtjof-Nansen-Schule (Lurup) mit 178, die Ganztagsgrundschule Sternschanze (Altona) mit 175, die Louise-Schroeder-Schule (Altona) mit 165, die Grundschule am Kiefernberg (Harburg) mit 151 und die Elbinselschule Wilhelmsburg mit 147.

Die höchsten Zuwächse für die erste Klasse verzeichnen die Schule Rönneburg (Harburg) mit +45, die Ganztagsgrundschule Sternschanze (Altona) mit +44, die Louise Schroeder Schule (Altona) mit +43 die Ganztagsgrundschule Am Johannisland (Harburg) mit +35 und die Schule Bonhoefferstraße (HH-Mitte) mit +33 Schülerinnen und Schülern. Alle genannten Zahlen sind Anmeldezahlen nach Erstwunsch. Bei überangewählten Schulen erfolgt in den nächsten Wochen die Umverteilung unter Berücksichtigung der Zweit- und Drittwünsche.

Die zurzeit größten Hamburger Grundschulen sind die Fridtjof-Nansen-Schule in Lurup mit aktuell 696 Grund- und Vorschulkindern, gefolgt von der Schule Grumbrechtstraße in Heimfeld mit 672 Vor- und Grundschülern, die Schule In der Alten Forst in Eißendorf mit 636 Schülern, die Grundschule am Kiefernberg mit 586 Schülern und die Elbinselschule in Wilhelmsburg mit derzeit 585 Schülern.

Zu den kleinsten staatlichen Hamburger Grundschulen zählen die Inselschule Neuwerk mit derzeit 2 Schülern, die neu gegründete Wolfgang-Borchert-Schule in Eimsbüttel mit einem Startjahrgang von 14 Schülern, die Ganztagsschule an der Elbe in Altona-Altstadt mit 79 Schülern, die Schule Cranz in Harburg mit 81 Schülern und die Schule Mittlerer Landweg in Altengamme mit 106 Grund- und Vorschulkindern.

Hamburgs Grundschülerinnen und Grundschüler lernen in kleinen Klassen. Keine Grundschulklasse soll mehr als 23 Schülerinnen und Schüler aufnehmen. Bei einem Drittel aller Grundschulen ist die maximale Klassengröße sogar auf 19 Kinder begrenzt, weil diese Schulen viele Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Familien aufnehmen. Im Durchschnitt über alle staatlichen Hamburger Grundschulen ergibt sich eine Klassengröße von nur 20,9 Schülerinnen und Schülern.

Zurzeit besuchen 76.067 Kinder die Grundschulen. Rund 90 Prozent lernen in den 192 staatlichen Grundschulen oder den 12 Grundschulabteilungen von staatlichen Stadtteilschulen, knapp zehn Prozent lernen an Privatschulen. Damit die Kinder gut lernen können, wird die Zahl der Lehrkräfte und Pädagogen an den staatlichen Grundschulen stetig erhöht. Zurzeit haben die staatlichen Grundschulen 5.300 Stellen für Lehrkräfte und weiteres pädagogisches Personal, das entspricht im Durchschnitt einer pädagogischen Kraft auf 12,4 Schülerinnen Schüler.


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