Auf dem Weg zu einer stark berufsvorbereitenden Schule

Zu einer stark berufsvorbereitenden Schule will Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider die Hauptschule weiter entwickeln. Seine Pläne dazu stellte der Kultusminister am heutigen Samstag in Nürnberg bei der Herbstvollversammlung des Landeskomitees der Katholiken in Bayern vor. Ziel der Entwicklung der Hauptschule ist es, die Absolventen ausbildungsfähig zu machen und sie in die Lage zu versetzen, ein selbständig gestaltetes Leben zu führen.

13.11.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Mein Ziel ist es, dass möglichst jede Schülerin und jeder Schüler mit den erforderlichen Grundkompetenzen vor allem in Deutsch und Mathematik und der notwendigen Einstellung die Hauptschule mit der Ausbildungsreife abschließt und eine berufliche Ausbildung beginnen kann", so Minister Schneider. Dazu werde die Hauptschule künftig Ausbildungsprofile anbieten, in denen sich für Hauptschulabsolventen berufliche Möglichkeiten eröffnen. Der Praxisbezug in der Hauptschule werde durch verpflichtende Praktika wie auch Schüler- und Übungsfirmen und eine intensive Zusammenarbeit mit Unternehmen gestärkt.

Schneider betonte, dass die Hauptschule auch künftig einem umfassenden Bildungsanspruch verpflichtet sei – entsprechend des Art. 131 der Bayerischen Verfassung.

Die Sozialkompetenzen und die Werteerziehung spielen in der Hauptschule künftig eine noch stärkere Rolle, so der Minister. Um die individuelle Förderung zu unterstützen, müssen die Ganztagsangebote ausgebaut werden. Deutlich unterstrich Siegfried Schneider: "Der Wert und die Bedeutung der bayerischen Hauptschule sind nach wie vor groß." Er ergänzte: "Zahlreiche Vertreter der Wirtschaft haben mir attestiert, dass die meisten Hauptschüler gute Leistungen in der Schule erbringen und nach dem Schulabschluss die Chancen der beruflichen Bildung nutzen."

Im Anschluss an den qualifizierenden Hauptschulabschluss bzw. den Mittleren Bildungsabschluss eröffne sich für Hauptschüler der Weg zur weiteren beruflichen und schulischen Qualifizierung.


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