Aussagekraft der Zeugnisse und Schulabschlüsse sichern
02.12.2010 Pressemeldung Verband Reale Bildung
Der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) fordert, das Profil der Schulabschlüsse zu schärfen, indem klare und überprüfbare Kriterien für das Erlangen eines bestimmten Abschlusses vorgegeben werden. Am ehesten ist das Ziel besserer Vergleichbarkeit durch zentrale Abschluss¬prüfungen zu erreichen, wie sie auch durch die Kammern der Wirtschaft immer wieder gefordert werden. Da Schulabschlüsse Wege für weitere Bildungsgänge eröffnen, ist die Vergleichbarkeit eine zentrale Frage der Bildungsgerechtigkeit.
Aus dem Bereich der Kammern wird immer wieder beklagt, dass Zeugnisnoten für die Wirtschaft wenig aussagekräftig seien. In pointierter Überspitzung hört sich das z.B. so an: "Wir haben zwischenzeitlich den Eindruck … dass, egal welche Schulform ein Schüler besucht, er entsprechend gute Noten erhalten wird. Wir haben nur noch Schüler mit tollen Noten und zufriedene Eltern." ("Die Rheinpfalz" vom 23.11.10)
"Oft haben die Noten der Bewerber um einen Ausbildungsplatz weniger Bedeutung als der Ruf der konkreten Schule, von der der künftige Azubi kommt", so der VDR Landesvorsitzende Bernd Karst. "Eine leichtfertige Vergabe von Berechtigungen ohne entsprechende Leistungsnachweise, muss zwangsläufig in einer Sackgasse enden."
Der VDR bekennt sich zu einer leistungsorientierten Schule, in der die Noten wahre Aussagen über das Leistungsvermögen eines Schülers treffen, weil er seine Kenntnisse in objektivierbaren Prüfungen nachgewiesen hat.
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