Klassengröße

Bericht: Senkung der Klassenfrequenzen bzw. Schaffung kleinerer Klassen in BW

Durchschnittliche Klassengrößen und Klassenteiler am Gymnasium müssen endlich verkleinert werden! Der Landtag BW scheitert seit vielen Jahrzehnten an selbstgestecktem Ziel.

01.07.2025 Baden-Württemberg Pressemeldung Philologenverband Baden-Württemberg
  • Ein Kind meldet sich im Unterricht in einem vollen Klassenzimmer. © www.pexels.com Der Phv BW fordert die Umsetzung der Landtagsziele für kleineren Klassengrößen.

„Es ist ein Skandal, dass der baden-württembergische Landtag bereits am 13. Juni 1979 beschlossen hat, die Klassengrößen konsequent zu verkleinern und sich dazu jährlich berichten zu lassen, die Klassen aber, insbesondere am allgemeinbildenden Gymnasium, mit bis zu 30 Schülern und mehr immer noch viel zu groß sind!“, so die Landesvorsitzende des Philologenverbands Baden-Württemberg (PhV BW), Martina Scherer. „Von allen weiterführenden allgemeinbildenden Schularten hat das allgemeinbildende Gymnasium seit vielen Jahren die im Durchschnitt größten Klassen. Wie soll es da bei immer heterogenerer Schülerschaft seinem Bildungsauftrag gerecht werden?“, fragt Martina Scherer. Immerhin hat das allgemeinbildende Gymnasium laut Schulgesetz die Aufgabe, seine Schülerschaft auf ein Hochschulstudium vorzubereiten.

Dass die Klassengröße den Lernerfolg mitbestimmt, sei inzwischen empirisch abgesichert, dies zeige schon die Berliner DIW-Studie von 2018, so die PhV-Landesvorsitzende. „Die Klassenteiler aller Schularten, insbesondere aber am allgemeinbildenden Gymnasium, müssen deutlich gesenkt und die Klassengrößen signifikant verringert werden, damit die Lehrkräfte wieder ausreichend Zeit für jede Schülerin und jeden Schüler haben! Nur so ist individuelle Förderung möglich, auf die alle Kinder und Jugendlichen denselben Anspruch haben. Hier darf keine Schulart deutlich schlechter behandelt werden als andere, zumal durch den Umstieg auf G9 bald hunderte Lehrerdeputate für die Klassenverkleinerung zur Verfügung stehen werden“, so Martina Scherer abschließend.

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