Bessere Unterrichtsversorgung im neuen Schuljahr

Im neuen Schuljahr wird es eine weitere Verbesserung der Unterrichtsversorgung geben. An den Grund- und Mittelschulen sowie den Gymnasien werden der Unterricht und der ergänzende Bereich vollständig abgesichert. Im vergangenen Schuljahr stand der so genannte Ergänzungsbereich (zum Beispiel Chor, Sport-AG) nicht überall vollständig zur Verfügung. Neu ist zudem, dass neben den Mittelschulen auch die Gymnasien über ein so genanntes pädagogisches Plus verfügen. Das ist ein Stundenpool, den die Schulen eigenverantwortlich nutzen können. "Diese Ressourcen können von den Schulen zur individuellen Förderung der Schüler, zur Minderung des Unterrichtsausfalles oder für zusätzliche pädagogische Angebote eingesetzt werden", so Kultusminister Steffen Flath.

01.09.2006 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Schwieriger stellt sich die Situation an den Förderschulen und berufsbildenden Schulen dar. "Wie im letzten Jahr ist auch im neuen Schuljahr eine vollständige Absicherung des Unterrichts in den berufsbildenden Schulen nicht möglich", so Flath. Grund seien fehlende Lehrstellen in der Wirtschaft. Immer mehr Jugendliche würden daher gänzlich an den berufsbildenden Schulen statt im Betrieb ausgebildet. Für eine vollzeitschulische Lehrausbildung werden zweieinhalb Mal so viele Lehrer wie für eine duale Ausbildung gebraucht.

Um die Unterrichtsversorgung an den Schulen zu verbessern, wurden zum neuen Schuljahr 415 Lehrkräfte eingestellt. Damit sind insgesamt 37201 Lehrerinnen und Lehrer sowie pädagogische Unterrichtshilfen an öffentlichen Schulen im Freistaat tätig.

Zum neuen Schuljahr sinken die Schülerzahlen an öffentlichen Schulen von rund 455.300 im vergangenen Schuljahr auf etwa 438.890 Schüler. Die vorläufigen Zahlen der einzelnen Schularten: Grund­schulen 112.700 (Vorjahr 105.000), Mittelschulen 93.600 (111.700), Gymnasien 87.000 (92.300), Förderschulen 20.300 (20.800), Berufliche Schulzentren: 125.200 (124.100).

Bei den Erstklässlern (incl. Wiederholer) wird ein leichter Anstieg auf etwa 31.200 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr: 29.100) erwartet.

Zum Schuljahr 2006/07 gibt es 1496 öffentliche Schulen (Vorjahr 1583). Davon sind Grund­schulen 791 (801), Mittelschulen 337 (402), Gymna­sien 127 (132), Förderschulen 144 (147), Berufliche Schul­zentren 89 (94), Abendmittelschulen, Abendgymnasien und Kollegs 8 (7).


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