Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: Eingangsphase der Grundschule ermöglicht individuelle Förderung aller Kinder

Die bewährte Eingangsphase der Grundschule ermöglicht von diesem Schuljahr an allen Kindern in Schleswig-Holstein einen optimalen Einstieg in die Schulzeit. "Mit der Eingangsphase werden wir den Voraussetzungen und dem individuellen Lerntempo der einzelnen Schülerin, des einzelnen Schülers besser gerecht", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (14. September) im schleswig-holsteinischen Landtag bei der Vorlage des Berichts zur Eingangsphase der Grundschule. Dieses 1998 eingeführte Instrument stehe nun flächendeckend zur Verfügung. In der Eingangsphase können die Kinder die Klassen 1 und 2 je nach individueller Fähigkeit in ein, zwei oder drei Jahren durchlaufen.

14.09.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Der Schuleintritt an der Grundschule verdient deshalb besondere Aufmerksamkeit, weil in keiner anderen Jahrgangsstufe so unterschiedliche Voraussetzungen aufeinander treffen. Hier wird seit jeher Pionierarbeit geleistet, was das gemeinsame Lernen in heterogenen Gruppen angeht", sagte die Ministerin. Mit dem neuen Schulgesetz und der neuen Grundschulverordnung habe die Weiterentwicklung der Eingangsphase neuen Auftrieb erhalten.

Bei dieser Umstellung, die veränderte Unterrichtsmethoden erfordere, würden die Lehrkräfte durch spezielle Fortbildungsangebote unterstützt. "Wir haben dies durch einen Leitfaden zur Eingangsphase ergänzt, den die Schulen vor den Sommerferien erhalten haben", so Erdsiek-Rave. Zudem erhalten die Lehrkräfte gezielte Unterstützung durch die Förderzentren bei der individuellen Förderung. Auch die verpflichtende Zusammenarbeit von Kindertagesstätte und Grundschule erleichtere den Start in die Schulzeit. Durch diese Veränderungen sei es nun allen Kindern im Alter von sechs Jahren möglich, die Schule zu besuchen. "Dort werden sie, je nach Entwicklungsstand, am besten gefördert." Die aktuelle Zahl von 73 Beurlaubungen zeige, dass diese Botschaft bei den Eltern angekommen sei. Im vergangenen Schuljahr seien noch rund 800 schulpflichtige Kinder für ein Jahr zurückgestellt worden.


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