Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: Unsere Schulen sollen gerechter, durchlässiger und leistungsfähiger werden

Ein qualitätvolles Bildungsangebot im ganzen Land, das sowohl den pädagogischen Anforderungen der Zeit als auch den demographischen Veränderungen gerecht wird, das ist das Ziel des neuen Schulgesetzes. Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave warb heute (24. Januar) im Landtag für das Reformwerk: "Wir wollen unsere Schulen gerechter machen, durchlässiger, leistungsfähiger, selbstständiger und offener." Hauptziel müsse es sein, jeden einzelnen Schüler, jede einzelne Schülerin so optimal und individuell wie möglich zu fördern und das Schulsystem insgesamt so durchlässig wie möglich zu gestalten. "Wir müssen die Zahl der Bildungsverlierer reduzieren und die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit höherwertigen Abschlüssen erhöhen", sagte Erdsiek-Rave.

24.01.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Nach Aussage der Ministerin führt das neue Schulgesetz unterschiedliche Linien zusammen:

  • Individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler sowie eine höhere Durchlässigkeit des Systems.
  • Die seit PISA entwickelten und erprobten qualitativen Verbesserungen (Lernpläne, Leistungsvergleiche, offene Ganztagsschulen) werden nun verbindlich, sie bekommen einen Guss.
  • Wirtschaft und Hochschulen stellen neue und höhere Anforderungen an die Schulabgängerinnen und -abgänger, die unter anderem durch zentrale Prüfungen oder die Einführung der Profiloberstufe erfüllt werden können.
  • Der demografische Entwicklung in Schleswig-Holstein mit insgesamt sinkenden Schülerzahlen und einer steigenden Migrantenquote wird mit der Entwicklung neuer Schulstrukturen wie der Regional- und der Gemeinschaftsschule und einer gezielten Schulentwicklungsplanung Rechnung getragen.

Die Ministerin sagte Unterstützung und Hilfe bei der Umsetzung des neuen Schulgesetzes zu: Realschule und Hauptschule zu einer Regionalschule zusammenzuführen brauche Zeit und Fortbildung ebenso wie die Gründung einer Gemeinschaftsschule. "Wo Schulen sich auf den Weg machen, wird es Zeitbudgets, zusätzliche Mittel und professionelle Begleitung geben", so Erdsiek-Rave. Insgesamt 1,4 Millionen Euro werde das Land bis 2010 in Beratungs- und Fortbildungsangebote vor allem für Lehrkräfte investieren.

"Wir haben auf dem Weg zur Verbesserung unseres Bildungssystems ein großes Stück geschafft, aber es liegt noch viel Arbeit vor uns", sagte die Bildungsministerin. Sie forderte Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulleitungen auf, konstruktiv und kreativ an der Weiterentwicklung des Schulsystems mitzuarbeiten. "Es gilt, Barrieren zu überwinden und Vorbehalte auszuräumen. Schule braucht offene, fördernde Zuwendung und Anerkennung."

Weitere Informationen
Hintergrundinformationen sowie eine Synopse des alten und des neuen Schulgesetzes finden Sie auf der Homepage des Bildungsministeriums unter http://www.mbf.schleswig-holstein.de


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