Bildungspolitik braucht Ruhe

Der Bayerische Landkreistag sowie die Eltern und Lehrkräfte an den Bayerischen Realschulen sind sich einig: Unsere Schulen brauchen jetzt Ruhe und keine weiteren Strukturveränderungen, um dem eigentlichen Auftrag von Schule gerecht zu werden. Die Gesprächsteilnehmer stellten in allen bildungspolitischen Fragen große Übereinstimmung fest. So fordert der Bayerische Landkreistag in einem Forderungskatalog für die 16. Legislaturperiode speziell für das Schulwesen in Bayern eine Konsolidierung der Schulpolitik und die Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems. "Genau das sind auch unsere Positionen", pflichten Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv) und Ingrid Ritt, Vorsitzende des Landes-Realschulelternverbandes (LEV-RS), bei.

10.12.2008 Bayern Pressemeldung Verband Reale Bildung

"Natürlich stellen wir Überlegungen dahingehend an, wie man ein attraktives wohnortnahes Bildungsangebot gestalten kann. Dazu ist aber nicht eine freie Elternentscheidung beim Übertritt notwendig, sondern die Umsetzung der Erkenntnis, dass gegenwärtig ca. 10 bis 15 % der Schüler an die Realschule übertreten, die besser an der Hauptschule gefördert werden könnten.", stellte Huber fest.

Ingrid Ritt stimmt zu: "Man ist sich einig, dass neue Übertrittsregelungen kindgerecht sein müssen, jedoch ebenso das Erreichen realistischer Ziele sichern sollen. Eine komplette Freigabe des Elternwillens lehnen wir als Realschuleltern ab, da die erbrachten Leistungen zählen und diese über die Diagnose der Grundschullehrkräfte sehr gut bewertet werden können."

Die große Problematik der Auslagerung von Realschulklassen an Hauptschulstandorte wird im Hinblick auf die Kooperationsmodelle von allen Gesprächspartnern sehr kritisch gesehen und nicht befürwortet. Dagegen fordern die Gesprächsteilnehmer den Ausbau der Ganztagsrealschule mit einem abgestimmten Finanzierungskonzept, egal ob in offener oder gebundener Form.

Abschließend stellte man im Konsens fest: Das Bayerische Bildungswesen ist hervorragend aufgestellt, lediglich die Rahmenbedingungen müssen schnellstmöglich verbessert werden. So sei sofortiges Handeln für kleinere Klassen und mehr pädagogisches Personal erforderlich.

Vorsitzende: Ingrid Ritt, LEV-RS, Handy 0151/12874428

Vorsitzender: Anton Huber, brlv, Handy 0171/8290193

Ansprechpartner

Verband Reale Bildung

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