Bildungspolitik muss Recht auf Gleichbehandlung verwirklichen
Die Schule müsse mit ihrer Bildungsarbeit und durch ihre Organisation soziale Nachteile von Kindern ausgleichen. Sie ist zu stark darauf ausgerichtet, überdurchschnittliche Schüler von unterdurchschnittlichen zu trennen und soziale Unterschiede zu verfestigen. An die Stelle einer Pädagogik der Auslese müsse eine Pädagogik des Förderns treten. Das hat die Landeselterninitiative für Bildung nach Vorlage der "World-Vision-Studie: Kinder in Deutschland 2007" betont. Politiker müssten das Recht der Kinder auf gleiche Chancen endlich verwirklichen. Die Eltern fordern dazu auf, die Debatte um Schulstrukturen und Pädagogik stärker als bisher um die Sichtweise und die Bedürfnisse der Kinder zu erweitern.
25.10.2007 Saarland Pressemeldung Landeselterninitiative für Bildung e.V.Lange nicht mehr habe sich eine Studie so ausführlich Deutschlands Kindern und ihren Zukunftschancen gewidmet. Der Kinderreport des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest Sozialforschung, erstellt für das christliche Hilfswerk Worldvision, beschreibe erstmals aktuell mit Zahlen die Probleme und Nöte des Nachwuchses in der Bundesrepublik. Sie zeige auf, wie nachhaltig wirksam bereits im Kindesalter die sozialen Unterschiede sind und wie maßgeblich die soziale Herkunft den Alltag prägt. Kinder haben je nach Schichtzugehörigkeit unterschiedliche Gestaltungsspielräume. Die schlechteren Startchancen von Kindern aus den unteren Herkunftsschichten durchziehen alle Lebensbereiche und wirken wie ein Teufelskreis. Armutsrisiken und fehlende Ressourcen werden als Belastungen erlebt und schränken Teilhabemöglichkeiten ein: in der Familie, die durch materiellen Druck und existenzielle Sorgen häufig überfordert ist; in der Schule, in der meist die Zeit und die Möglichkeiten für eine individuelle Förderung zum Ausgleich von Nachteilen fehlt, sowie im Wohnumfeld oder bei der Freizeitgestaltung.
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