Bildungspolitik und Arbeitsbedingungen - zwei Seiten einer Medaille

Schwerpunkt der Beratungen auf dem Gewerkschaftstag der Bremer GEW war der Zusammenhang von Bildungspolitik und Arbeitsbedingungen pädagogischer Fachkräfte: Beides gehört zusammen und stellt zwei Seiten einer Medaille dar!

08.10.2008 Bremen Pressemeldung GEW Bremen

In Anbetracht der aktuellen Diskussion um die Schulentwicklungsplanung bekräftigte die Bildungsgewerkschaft GEW ihre Position: Das Ziel des gewerkschaftlichen Handelns bleibt eine Novellierung des Schulgesetzes, die als Ergebnis "Eine Schule für alle" als einzige Schulform im Land Bremen festschreibt und von allen Beteiligten demokratisch gestaltet wird. Ihr sukzessiver Aufbau startet noch in dieser Legislaturperiode, beginnend mit den fünften Klassen. Die Bildungsgewerkschaft GEW unterstreicht, dass ein integrativer Umbau des Bremischen Schulsystems nur mit den Beschäftigten sowie über zusätzliche Neueinstellung von Personal unterschiedlicher Professionen erfolgreich zu machen ist.

Zur Durchsetzung dieser Position unterstützt der Gewerkschaftstag auch den vom SchülerInnen-Bündnis geplanten "Schulstreik in Bremen" am 12. November 2008. Er fordert alle KollegInnen in den Schulen auf, an diesem Tag keine Klassenarbeiten, Klausuren etc. zu schreiben.

Unter dem Motto "Kitas stärkern – Kooperationen mit Grundschulen" kritisiert der Bremer Gewerkschaftstag den behördlichen Ansatz, mit früherer Einschulung Kindern mehr Chancengleichheit bewirken zu wollen. Die Bildungsgewerkschaft GEW fordert vielmehr alle Beteiligten auf, ein gemeinsames Verständnis früher Bildungs- und Lernprozesse zu entwickeln. Nur dies eröffnet Kindern bessere Starchancen und wird der pädagogischen Arbeit der beteiligten Fachkräfte in Kita und Schule gerecht.

Die notwendigen Tarif- und Besoldungsverbesserungen für ArbeitnehmerInnen und BeamtInnen müssen 2009 gemeinsam und gleichberechtigt durchgesetzt werden. In Anbetracht der Tarifrunde 2009 unterstreicht der Gewerkschaftstag noch einmal seine Haltung zu Arbeitskampfmaßnahmen: Das Streikrecht steht verfassungsrechtlich sowie entsprechend internationaler Abkommen allen im öffentlichen Dienst - auch den pädagogisch Tätigen zu. Zur Durchsetzung der Tarifforderungen ruft die GEW daher alle Mitglieder auf, sich aktiv und solidarisch an gemeinsamen Aktivitäten bis hin zu Arbeitskampfmaßnahmen aller Statusgruppen im öffentlichen Dienst zu beteiligen.

Zum Abschluss des Gewerkschaftstages besuchte eine GEW-Delegation den SPD-Landesparteitag zur Schulentwicklungsplanung und verdeutlichte dort mit einer kleinen Aktion (Rote Karte für 2 Säulen) sowie in einem Beitrag des Landesvorstandssprechers Bernd Winkelmann die Position der GEW.

Geschäftsführender Landesvorstand der GEW Bremen
Elke Baumann
Harry Eisenach
Christian Gloede-Noweck
Bernd Winkelmann

Ansprechpartner

GEW Bremen

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