„Wir sind nicht für weniger Ferien – wir sind für mehr Miteinander“
Mit großer Aufmerksamkeit haben wir die mediale Berichterstattung zur Debatte um die Lage und Länge der Sommerferien verfolgt. Wir stellen klar: Der Bundeselternrat fordert keine Verkürzung der Ferienzeiten.
21.07.2025 Bundesweit Pressemeldung BundeselternratUnsere Stellungnahme bezieht sich auf die Lage der Sommerferien – nicht auf deren Umfang. Wir haben uns bewusst für eine differenzierte, lösungsorientierte Perspektive entschieden, die Betreuungslücken anerkennt, das Engagement von Eltern, Trägern und Ehrenamt würdigt – und alle Beteiligten an Schule in die Verantwortung nimmt.
Dass unser Statement teilweise in direkten Zusammenhang mit Aussagen der bayerischen Elternvertretung gebracht wurde, bedauern wir. Wir streben keine Abgrenzung an – wir wünschen uns Austausch, kein Gegeneinander.
Wir freuen uns über das große mediale Interesse – es zeigt, dass Elternstimmen gehört werden. Doch wir haben mehr beizutragen als nur Meinungen zu Ferienzeiten.
Als Bundeselternrat beschäftigen wir uns intensiv mit Themen wie:
- Integration und Chancengerechtigkeit
- Multiprofessionelle Teams und Unterrichtsausfall
- Digitalpakt und Finanzierungsgerechtigkeit
- Verlässliche Schulorganisation – auch in Krisenzeiten
In Bundesländern wie Baden-Württemberg zeigt sich bereits: Es lohnt sich, genau hinzuhören. Wenn Vertretungen in gesetzlich verankerten Gremien auf Missstände wie „Geisterlehrerstellen“ hinweisen, dann ist das keine Kritik von der Seitenlinie – das ist gelebte Mitverantwortung.
Wir Eltern sind mehr als Zuschauer – wir sind Teil der Lösung
Wir sind Lehrerinnen, Juristen, Busfahrer, Sozialarbeiterinnen, Reinigungskräfte, Vereinsaktive. Wir sind landesweit organisiert. Wir bringen Fachwissen, Perspektiven und den Alltag unserer Kinder mit an den Tisch.
Fragt uns. Hört uns zu. Nicht nur, wenn es um Ferien geht.
Wir stehen jederzeit für den Dialog bereit – mit Sachverstand, Erfahrung und der Bereitschaft, gemeinsam Schule besser zu machen - und das Länderübergreifend. Genau da, wo Bildungspolitik passiert.
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