Lehrberuf

BW: Können sich Referendar:innen auf den Sommer freuen?

Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die Ankündigung von Kultusminister Andreas Jung, gut 4.000 Referendar:innen in den Sommerferien zu bezahlen als wichtiges Signal für eine mutigere Bildungspolitik der neuen Landesregierung in Baden-Württemberg.

12.06.2026 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg
  • Junger Lehrer erklärt einer Schülerin etwas. © www.pexels.com Die GEW hatte in den vergangenen Jahren gegen diese Praxis immer am ersten Ferientag der Sommerferien vor dem Landtags protestiert.

„Eine Gewerkschaft verzichtet gerne auf Proteste, wenn Ziele erreicht werden und Referendar:innen am Ende ihrer Ausbildung nicht wieder von der Landesregierung in die Arbeitslosigkeit geschickt werden. Wir hoffen, das klappt noch bis zum 30. Juli. Die Rede von Andreas Jung beim GEW-Sommerfest am Mittwoch war vielversprechend. Wir packen gerne mit an, wenn es um die vielen Baustellen in der Bildungspolitik geht und stehen für konstruktive Zusammenarbeit“, sagte am Freitag (12.06.) Monika Stein, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Freiburg.

Die GEW hatte in den vergangenen Jahren gegen diese Praxis immer am ersten Ferientag der Sommerferien vor dem Landtags protestiert.

Jung hatte sich am 10. Juni vor Gästen aus der Landespolitik und der GEW dafür stark gemacht, dass Baden-Württemberg ein Kinderland werden soll. Das Ziel von Ministerpräsident Cem Özdemir, dass der Südwesten ein Autoland bleiben müsse, sei richtig. Das gehe nur, wenn Kitas und Schulen so ausgestattet seien, dass dort die Fachkräfte von morgen ausgebildet werden können.

Nur etwa 15 Millionen Euro wären notwendig, damit der neue Kultusminister im Juli nicht mit der Schlagzeile konfrontiert wird, „Baden-Württemberg ist Spitzenreiter und entlässt trotz Lehrkräftemangel 4.000 Referendar:innen in die Arbeitslosigkeit.“ Stein weist daraufhin, dass 15 Millionen Euro etwa ein Tausendstel des Kultushaushalts seien.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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