Das Bayerische Bildungssystem zum Vorbild nehmen
Der bayerische Realschullehrerverband (brlv) begrüßt den Vorstoß von Kultusminister Ludwig Spaenle, als KMK-Präsident mit einem 12–Punkte-Plan für mehr Individualität durch ein differenziertes Schulsystem zu sorgen.
22.10.2010 Pressemeldung Verband Reale Bildung"Dies ist die Umsetzung von Erkenntnissen aus zahlreichen wissenschaftlichen Studien", so Anton Huber, Vorsitzender des brlv, "die ganz klar aufzeigen, dass ein differenziertes Schulmodell mit funktionierender Haupt- bzw. Mittelschule, Realschule und Gymnasium Kindern und Jugendlichen bessere Zukunftschancen bietet. Wer ideologisch motiviert Bildungssysteme fordert, die nachweislich schlechtere Ergebnisse erzielen, riskiert nicht nur die Zukunft der Kinder und Jugendlichen, sondern trägt auch zu einer stärkeren sozialen Ungleichheit bei."
"Bildungsgerechtigkeit fordert Vielfalt – gleich ist nicht gerecht", wie im 12-Punkte-Plan beschrieben, spiegelt das wieder, warum die Realschule in Bayern stets auf die Eigenständigkeit gesetzt hat, um Heranwachsende nicht zu benachteiligen. Dass sich Kultusminister in Deutschland dazu bekennen, nicht "eine Schule für alle" anzustreben, sondern durch hinreichende Differenzierung die richtige Schule für jeden anzubieten und Bildungsgerechtigkeit nicht als Gleichheit im Ergebnis und in der Struktur anzusehen, kann vom brlv nur deutlich unterstrichen werden.
"Dass Bildung mehr ist als Schule – ist ein wichtiger Eckpunkt der 12 Thesen des KMK-Präsidenten", so Huber weiter. Wie dies qualitativ besser geschehen kann, wird bei der derzeit stattfindenden Landesvorstandssitzung des brlv in Ingolstadt diskutiert. Denn zur Bildung gehört mehr als nur schulische Bildung – insbesondere die Elternhäuser spielen eine wichtige Rolle in der Erziehung und Bildung ihrer Kinder, weshalb der brlv stets einen engen Kontakt zum Elternverband unterhält und sich gemeinsam mit den Eltern für gute Bildungsvoraussetzungen der Kinder und Jugendlichen einsetzt.
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