Nordrhein-Westfalen

Demonstration für bessere Bildung

"NRW braucht ein Bildungssystem, das sich am Grundsatz der Chancengleichheit orientiert", kommentiert der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann die Demonstration für bessere Bildung. "Studiengebühren dienen diesem Grundsatz genauso wenig wie das gegliederte Schulsystem. Deshalb hat der VBE Verständnis für den Unmut der Demonstrierenden."

05.05.2010 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Der VBE streitet für ein Schulsystem, in dem nicht schon neunjährige Kinder auf der Grundlage antiquierter Begabungstheorien auf hierarchisch gegliederte Schulformen verteilt werden. Wir wissen aus allen internationalen Vergleichsstudien der vergangenen Jahre, dass in einem solchen System überwiegend die soziale Herkunft über die Bildungschancen der Kinder entscheidet. Die Einführung des G8 in dieser Form hat das Gymnasium noch mehr von den anderen Schulformen abgekoppelt, was der viel gepriesenen Durchlässigkeit nicht zuträglich ist.

Studiengebühren sind insbesondere für die jungen Menschen ein Problem, deren Eltern sie nicht finanziell unterstützen können. Damit wird der Zugang zur Hochschulbildung indirekt von der sozialen Herkunft abhängig gemacht. Darüber hinaus erleben die Studierenden, dass sich trotz Studiengebühren die Situation an den Hochschulen nicht verbessert hat. Sie zahlen zwar viel Geld, aber die Hörsäle sind immer noch überfüllt.

"Der VBE ist an der Seite der Demonstrierenden, die auf die bekannten Mängel im Bildungssystem aufmerksam machen", so Beckmann. "Ihr Unmut ist berechtigt."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden