Der Vorsitzende der Landeselternvertretung Grundschulen fordert die Landesregierung auf, das Saarländische Bildungskonzept neu zu überdenken.

"Wenn Experten der CDU-nahen Conrad Adenauer Stiftung aufgrund einer durchgeführten Studie erklären, es entstehe eine neue Klassengesellschaft zwischen Eltern der bürgerlichen Mitte und finanzschwachen Familien, so sollte dies Ernst genommen und mit einer Sofortmaßnahme reagiert werden. Die aktuelle Kohlenkrise im Land verschärft die aktuelle Situation, da viele betroffene Familien aufgrund ihrer finanziellen Lage den Gürtel in naher Zukunft noch enger schnallen müssen. Leidtragende sind wieder einmal die Kinder, gleiche Bildungsvoraussetzungen sind nicht mehr gegeben. Bildung gehört in die Schule und darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen", so der Vorsitzende der Landeselternvertretung Grundschulen, Jörg Dammann.

28.02.2008 Saarland Pressemeldung Gesamt Landes Elternvertretung des Saarlandes (GLEV)

Enttäuscht hat auch die Bildungsministerin Kramp-Karrenbauer. Kurz nach Ihrem Amtantritt hatte die Ministerin sowohl in der Gesamtlandeselternvertretung als auch in der Sitzung der Landeselternvertretung Grundschulen angekündigt, an jedem ersten Freitag im Monat eine Telefonkonferenz mit allen LEV-Vorsitzenden durchzuführen. "Inzwischen sind drei Monate vergangen und nichts ist passiert. Darüber hinaus werden Projekte, wie aktuell das Sinus Projekt an Grundschulen, ohne die Einbeziehung der zuständigen Elternvertretung durchgeführt. Dies ist im vergleich zu Amtsvorgänger Jürgen Schreier ein Rückschritt, denn dieser hatte wenigstens im Vorfeld die Eltern informiert. Auch innerhalb der Qualitätskommission, in der ebenfalls Vertreter der LEV-Grundschulen mitarbeiten, herrscht seit Wochen Schweigen im Wald", kritisiert Dammann.

Auch die Zeugnisvergleiche bezeichnet der ehemalige GLEV-Vorsitzende als Augenwischerei. In die Auswertung hätten auch die G8-Abbrecher mit einbezogen werden müssen. Viele Eltern, deren Kinder nun die Grundschule verlassen, seien nun verunsichert, welche Schulform die Richtige für ihr Kind ist. Das Hinzuziehen externer Gutachter bei diesem vom Bildungsministerium durchgeführten Zeugnisvergleich hätte das Ergebnis glaubwürdig gemacht", so Dammann.
Der LEV-Vorsitzende Jörg Dammann fordert das Bildungsministerium auf, zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den Eltern zurück zu kehren.


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