Deutsch-Französischer Tag am 22. Januar 2008

In der Stuttgarter Kerschensteinerschule findet heute (22. Januar) die Hauptveranstaltung zum Deutsch-Französischen Tag 2008 für berufliche Schulen in Baden-Württemberg statt. Schülerinnen und Schüler aus beiden Ländern stellen gemeinsame Projekte vor und diskutieren mit dem französischen Generalkonsul Dumon und weiteren Vertretern aus Politik und Wirtschaft über die Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung.

22.01.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Im Rahmen des Treffens stellen Berufsschüler der Robert-Bosch-Schule Zuffenhausen und des Lycée Louis Armand in Villefranche bei Lyon einen gemeinsam konstruierten Roboter vor. Schüler des Lycée Jacques-de-Flesselles Lyon berichten über ihre Erfahrungen im dreiwöchigen Praktikum bei Handwerksbetrieben in Esslingen. Schüler der Claude-Dornier-Schule Friedrichshafen und des Lycée des métiers de l´automobile, du transport et de la logistique Chalon-sur-Saône präsentieren ein von der Robert-Bosch-Stiftung prämiertes Kfz-Projekt.

Der Deutsch-Französische Tag wurde 2003 eingeführt. Er geht zurück auf die Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags am 22. Januar 1963 durch den französischen Präsidenten Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer. Das Land Baden-Württemberg und die Region Elsass sowie die Akademien von Dijon, Lyon und Straßburg gründeten 2005 gemeinsam die Akademie der Beruflichen Bildung mit Sitz an der Landesakademie für Lehrerfortbildung und Personalentwicklung in Esslingen.

Die Akademie fördert Schulpartnerschaften, Berufspraktika sowie die Mobilität von Schülerinnen und Schülern beruflicher Schulen beider Länder. Bis heute haben sich 460 Schülerinnen und Schüler sowie 55 Lehrkräfte aus Frankreich und Baden-Württemberg an 16 gemeinsamen Projekten beteiligt. Die Maßnahmen reichen von Expertenseminaren bis hin zur Entwicklung konkreter Unterrichtseinheiten.

Die enge Kooperation in der beruflichen Bildung trägt zur Vertiefung der deutsch-französischen Freundschaft bei. Die Bedeutung der französischen Sprache hat in der beruflichen Bildung in den vergangenen Jahren zugenommen. Einerseits als zweite Fremdsprache zur Erlangung der allgemeinen Hochschulreife, andererseits als Fachsprache, wie beispielsweise an den 32 Schulstandorten des Kaufmännischen Berufskollegs Fremdsprachen. Der wöchentliche Unterrichtsumfang in Französisch beträgt 14 Stunden. Beim gemeinsamen deutsch-französischen Ausbildungsgang zum Einzelhandelskaufmann an der deutsch-französischen Berufsschule Lahr werden 50 Prozent des gesamten Unterrichts in französischer Sprache erteilt. Diese gemeinsamen Projekte unterstreichen die traditionell gute Zusammenarbeit der beiden Länder.


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