didacta 2025 – Wege zu einer zukunftsfähigen Schule
Forum Schulpraxis setzt sich mit den Herausforderungen des Schulalltags auseinander / Bildungsmesse bietet praxisnahe Lösungsansätze
17.12.2024 Bundesweit Pressemeldung Landesmesse Stuttgart GmbHSchule hat den Anspruch, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen und sie zu eigenständigen Entscheidungen zu befähigen. Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Verantwortung zu übernehmen, um vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft zu werden. Doch das Bildungssystem in Deutschland steht vor zahlreichen Herausforderungen. Ob der akute Lehrkräftemangel, ungleiche Bildungschancen, die mangelnde digitale Infrastruktur oder die zunehmende Gewalt an Schulen: Viele Bildungsexpertinnen und -experten sprechen von einer Bildungskrise. Die didacta – die Bildungsmesse nimmt sich den drängenden Fragen unserer Zeit an und lädt Fachkräfte dazu ein, gemeinsam neue Wege für die schulische Bildung zu entdecken und sich über Lösungsansätze und Best Practices auszutauschen.
Vom Sandkasten ins Klassenzimmer
Der Übergang von der Kita in die Grundschule stellt für jedes Kind einen bedeutenden Schritt dar, der oft mit Neugierde, aber auch mit vielen Unsicherheiten verbunden ist. Stefan Spieker, Vorstandsmitglied im Didacta Verband und Geschäftsführer des Kita-Trägers Fröbel, betont im didacta-Themendienst, dass der Bildungsaspekt bereits in der Kita eine große Rolle spielt. Schulen und Lehrkräfte müssen demnach nicht nur eng mit Eltern, sondern auch mit Kindertagesstätten zusammenarbeiten, um erfolgreich an die dort erworbenen Basiskompetenzen und die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes anzuknüpfen. Im Bildungsdialog mit der Initiative #NeustartBildungJetzt sprechen Spieker, Anette Stein, Direktorin des Programms Bildung + Next Generation der Bertelsmann Stiftung, und Caro Aschemeier, Vorstandsmitglied im Didacta Verband und Expertin für schulische Bildung darüber, wie der Übergang Kita – Schule gelingen kann. Die Veranstaltung findet auf der didacta am 12. Februar im Forum Bildungsperspektiven statt.
Vom 11. bis 15. Februar 2025 präsentiert die didacta die neuesten Entwicklungen, hochkarätige Speakerinnen und Speaker sowie innovative Produkte und Dienstleistungen auf dem Stuttgarter Messegelände. Dort erfahren Fachbesucherinnen und Fachbesucher, welche Unterrichtsmodelle nachhaltig und welche Lernmethoden im Zeitalter der digitalen Transformation ratsam sind. Ausstellende Unternehmen der Bildungsbranche weisen auf Lösungsansätze und Lernmaterialien hin und treten in den Dialog mit Lehrkräften. Darüber hinaus präsentiert die didacta in diesem Jahr wieder auf dem Forum Schulpraxis praxisnahe Konzeptimpulse für den Unterricht, sowohl in analoger als auch in digitaler Form. Angesprochen sind hierbei Schulträger, Schulleitungen, Lehrkräfte und Medienzentren. Auch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg bietet ein umfangreiches Programm mit rund 130 Veranstaltungen, unter anderem im bekannten Gläsernen Klassenzimmer.
Gewalt an Schulen – Wege zur Prävention
Gewalttaten an Schulen haben bundesweit zugenommen. Laut einer aktuellen forsa-Umfrage berichten 56 Prozent der befragten Lehrkräfte von einem Anstieg psychischer Gewalt, 44 Prozent von körperlicher Gewalt nach der Pandemie. Wie können Schulen dieser Entwicklung begegnen? In der Gesprächsrunde „Aktiv gegen Gewalt unter Schülern: Innovative und wirksame Konzepte aus der Schulpraxis“ am 12. Februar zeigt die Unfallkasse Baden-Württemberg anhand von Best-Practices, wie Gewaltprävention an Schulen erfolgreich umgesetzt werden kann.
Digitale Tools für mehr Bildungsgerechtigkeit
Eine Studie des ifo-Instituts aus dem Jahr 2024 verdeutlicht, dass die Bildungschancen von Kindern mit unterschiedlichen familiären Hintergründen in allen Bundesländern ungerecht verteilt sind. Lehrkräfte stellt die Heterogenität der Lernenden oft vor einen Zwiespalt: Einerseits möchten sie die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen, andererseits möchten sie alle „gleich“ und gerecht behandeln. „Dies ist nicht zuletzt aufgrund gesamtgesellschaftlicher Gegebenheiten wie Pluralismus, Individualismus und Migration eine stetig wachsende Aufgabe. Digital gestützte Angebote können Lehrkräfte im Umgang mit Heterogenität unterstützen“, erklärt Daniel Maus, Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Gemeinsam mit Andreas Kullick von der Universität Augsburg erläutert er am 11. Februar im Forum Schulpraxis, wie Lehrkräfte digitale Tools im Unterrichtsgeschehen konkret einsetzen können, um Chancengleichheit zu fördern und das Lernen zu individualisieren.
Einblicke, Austausch und Perspektiven für die Zukunft
Mit ihrem vielfältigen Programm rund um das Thema Schule bietet die didacta 2025 Raum für Inspiration, Diskussion und die Weiterentwicklung pädagogischer Ansätze – für eine Zukunft, in der Bildung die Basis für ein starkes demokratisches Miteinander legt.
Über die didacta – die Bildungsmesse
Als Europas größte Messe und Weiterbildungsveranstaltung im Bildungswesen präsentiert die didacta alle relevanten Bildungsthemen und fördert den Dialog. Die didacta bildet alle Segmente von der frühkindlichen über die schulische Bildung inklusive der außerschulischen Einrichtungen bis hin zur beruflichen Aus- und Weiterbildung ab. Damit fördert sie das lebenslange Lernen. Als ideeller Träger steht der Didacta Verband hinter der didacta, kuratiert das Programm von fünf Messeforen und vertritt als Verband der Bildungswirtschaft die Interessen von rund 250 Mitgliedsunternehmen und Organisationen im In- und Ausland. Die Schirmherrschaft übernimmt das baden-württembergische Kultusministerium.
Hinweis für Redaktionen: Kennen Sie den didacta Themendienst? In wöchentlichen Artikeln widmen wir uns gemeinsam mit Expertinnen und Experten den Top-Themen der didacta und sprechen über die drängenden Fragen im Bildungswesen.
Alle Informationen zur didacta unter www.didacta-messe.de
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