Die Messe wird zum Rathaus
Ganztagesschule, G9, Inklusion und Schulreform – die großen Herausforderungen, vor denen Baden-Württemberg steht, waren Thema auf dem Bildungskongress der didacta, zu dem 265 Bürgermeister aus ganz Baden-Württemberg anreisten. Auf dem Podium: Die Fraktionsvorsitzenden im Landtag sowie die Vorsitzenden von Städte-, Gemeinde- und Landkreistag Baden-Württemberg. Prominenter Redner: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann äußerte sich zum Thema Ganztagesschulen: Die Schulform sei "wichtig, weil Kinder aus bildungsfernen Schichten am Nachmittag nicht die Unterstützung haben, die andere erhalten." Kretschmann weiter: Die Ganztagesschulen entlasteten "Millionen Mütter und Väter vom Stress der Hausaufgabenbetreuung."
28.03.2014 Pressemeldung didacta - die BildungsmesseDoch wie sieht die Bildungslandschaft in den baden-württembergischen Kommunen aus? Darüber gab eine Ausstellung im Rahmen des Bildungskongresses Auskunft, auf der sich Kommunen mit 62 Projekten vorstellten.
Beispiele:
Im Kreis Böblingen bieten ehrenamtliche Helfer Patenschaften für Hauptschüler an. Sie betreuen die Jugendlichen beim Übergang von der Schule in den Beruf – zweieinhalb Jahre dauert die Betreuung, von der 8. Klasse bis ins zweite Lehrjahr.
In Pfullingen lernen die Schüler der Wilhelm-Hauff-Realschule über zwei Schuljahre hinweg ein Blasinstrument – drei Stunden wöchentlich! Danach können sie ihr Instrument auch in der Schul-Bigband oder in örtlichen Musikvereinen weiterspielen.
In Reutlingen bauen die Schüler der Eduard-Spranger-Schule vier Wochen lang am Umweltbildungszentrum Listhof für Hühner oder Esel, betreuen eine Hühnerzucht und vermarkten selbsterzeugte Produkte.
In Lörrach haben naturwissenschaftlich interessierte Schüler die Möglichkeit, Kurse am Schülerforschungsnetzwerk zu belegen. Themen: Roboter-Tiere aus Lego bauen, Biologische Experimente, wie Sauerkraut herstellen, oder Zaubern mit Physik, wie zum Beispiel eine Puppe verschwinden lassen.
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