Zukunft des Lernens

Die Technik ist da – aber die Konzepte fehlen?

Flächendeckende technische Ausstattung der Schulen vs. der [Nutzung von privaten Endgeräten im Unterricht](http://bildungsklick.de/a/90793/mit-dem-privaten-smartphone-in-der-schule-lernen-eine-gute-idee/) – dazu haben Wissenschaftler und Praktiker im ersten Beitrag unserer dreiteiligen Serie zur Zukunft des digitalen Lernens aus unterschiedlichen Stellung genommen. In Teil II geht es nun um die Frage, ob und welche passenden Unterrichtskonzepte es gibt. Im letzten Teil stellen wir die Fragen nach der [Kompetenz der Lehrer](http://bildungsklick.de/a/90796/lernen-von-anderen-und-learning-by-doing/).

22.03.2014 Artikel
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So ganz scheint es mit dem digitalen Lernen an deutschen Schulen noch nicht zu klappen. Ein Vorwurf lautet: Es fehlen Konzepte und Inhalte. Ist dieser Vorwurf berechtigt?

"Ein gutes E-Book würde enorme Vorteile für das Lernen bringen"

Dr. Torben Schmidt, Professor für Didaktik des Englischen am Institute of English Studies an der Leuphana Universität Lüneburg. Forschungsschwerpunkte: qualitative Forschung im Englischunterricht, Fremdsprachenlernen mit digitalen Kommunikationsmedien und Blended Learning Szenarien in der Lehreraus- und –weiterbildung:

"Das Problem in der Entwicklung von digitalen Schulbüchern ist, dass man häufig im eigenen Saft schmort. Dass man häufig altbewährte Konzepte aus den gedruckten Lernmedien zu übertragen versucht und es darüber hinaus insgesamt auch zu wenig Forschung zur Effizienz der Arbeit mit digitalen Lernmedien gibt. Aus den Workbooks zum Beispiel werden Übungsformate übernommen, ohne bestimmte Dinge neu zu denken. Jeder Verlag denkt im Moment nach: Wie wird das Schulbuch der Zukunft aussehen? Ein gutes E-Book könnte enorme Vorteile für das Lernen und für die Unterrichtsgestaltung bieten. Stellen Sie sich ein Englischlehrwerk vor, das nicht einfach aus Text besteht, sondern das viel mehr bietet: Die Schüler können sich Lieder und Vokabeln anhören, authentische Videos anschauen, individualisierte Übungen aufrufen, sich eigene Bereiche anlegen – also das Lehrwerk zu ihrem Lehrwerk machen. Es würde also sehr individualisiert möglich sein, dieses Buch zu nutzen. Es wäre auch möglich, aus dem Buch heraus mit Muttersprachlern einer Partnerklasse Kontakt aufzunehmen. Alles Dinge, die das Fremdsprachenlernen viel besser machen und die Klassenräume öffnen würden.

Das Problem ist, dass viele Verlage versuchen, Altbewährtes zu reproduzieren und zu wenig Mut beweisen, wenn es um neue Produkte geht. Beispiel: Das digitale Schulbuch ist eine PDF-Version mit ein paar kleinen Zusatzfunktionen. Aber es geht auch anders. Hier kann man sich in Bereichen außerhalb des Bildungsmarktes sehr viele Anregungen für gelungene Transfer-Konzepte vom gedruckten zum Online-Medium holen, vor allem was die Verknüpfung verschiedener multimedialer Inhalte und die Bedienbarkeit und Interaktivität betrifft. Wenn man sich etwa das E-Paper der Wochenzeitung ´Die Zeit` anschaut und dies mit der gedruckten Zeitung vergleicht, da merkt man, es sind ganz andere Prinzipien aktiv, wie Menschen heute digitale Angebote wahrnehmen und nutzen möchten. Darauf müsste man stärker achten."

"Der Kreativität der Schüler sind kaum Grenzen gesetzt"

Richard Heinen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Learning Lab der Universität Duisburg - Essen und Koordinator des Interreg-Forschungsprojekts School-IT Rhein-Waal, bei dem die Schüler ihre privaten Geräte (Smartphones, Tablet PCs) im Unterricht einsetzen.

"Wenn ich als Biologielehrer das Thema Klimawandel im Unterricht behandele, kann ich doch die Schüler fragen: Was können wir mit den Geräten machen? Und dann kommen Ideen: Wir können eine Präsentation machen, einen kleinen Film, ein Experteninterview, einen Trickfilm.

Ein anderes Beispiel: Die Schüler sollen sich im Englischunterricht auf Bewerbungsgespräche vorbereiten. Dabei wird ihnen freigestellt, wie sie lernen wollen. Schließlich bietet das Smartphone eine ganze Reihe von Möglichkeiten: Man kann ganz traditionell mit Lernkarteien lernen, Schüler können im Dialog üben, das Bewerbungsgespräch kann gefilmt und anschließend analysiert werden. Oder es wird mit einem Audio-Lückentest gearbeitet: Die Fragen des Gesprächspartners werden aufgezeichnet und die Schüler sprechen dann ihre eigenen Antworten ein. Ein Lernszenario, das sich auf viele andere Fächer übertragen lässt. Und zudem das Know How und die Motivation der Schüler nutzt. Projekt School IT Rhein Waal jedenfalls haben wir die Erfahrung gemacht, dass der Kreativität der Schüler kaum Grenzen gesetzt sind."

"Das Potenzial digitaler Medien wird bei Weitem nicht ausgeschöpft"

Dr. Katharina Scheiter und Dr. Peter Gerjets. Die Professorin Katharina Scheiter leitet die Arbeitsgruppe Wissenserwerb mit Multimedia am Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen. Peter Gerjets ist Professor für Lehr-Lernforschung an der Universität Tübingen und Leiter der Arbeitsgruppe Wissenserwerb mit Hypermedia am Leibniz-Institut für Wissensmedien.

"Flächendeckend kann man nicht von einer didaktisch sinnvollen Nutzung digitaler Medien im Unterricht sprechen, auch wenn es immer wieder einzelne Initiativen von engagierten Lehrkräften und Schulen gibt, die vielversprechend erscheinen. Das heißt nicht unbedingt, dass Medien im Unterricht nicht eingesetzt werden. Viele Lehrkräfte setzen Medien ein, um Informationen durch die Schüler recherchieren und in Präsentationen aufbereiten zu lassen. Das ist sicherlich auch eine gute Idee, aber schöpft das Potenzial digitaler Medien bei Weitem nicht aus. Digitale Medien erlauben es, dynamisch-interaktive Formate wie Animationen und Simulationen bereitzustellen, interaktive Aufgabenformate mit individualisiertem Feedback anzubieten, eine Anpassung und damit Individualisierung der Unterrichtsmaterialien vorzunehmen und Schüler auch gestalterisch tätig werden zu lassen. Unsere Umfragen unter Lehrkräften zeigen aber, dass von diesen Möglichkeiten im Unterricht nur wenig Gebrauch gemacht wird. Die Ursachen für diese wenig innovative Nutzung von Medien sind dabei vielfältig.

Bereits in der Ausbildung von Lehrkräften an den Hochschulen wird es versäumt, Lehrkräfte mit einem didaktisch sinnvollen Medieneinsatz vertraut zu machen, sie bei der Entwicklung von mediengestützten Unterrichtskonzepten anzuleiten und ihnen auch wissenschaftliche Erkenntnisse zu dem Thema zu vermitteln. Interessanterweise ändert sich daran nur wenig, sodass junge ebenso wie erfahrenere Lehrkräfte nur auf wenig Wissen aus ihrer Ausbildung zurückgreifen können.

Die großen Schulbuchverlage haben sich im letzten Jahr zu einer Initiative "digitale Schulbücher" zusammengeschlossen und bieten nun auf einer Web-Plattform digitale Unterrichtsmaterialien an. Diese entsprechen aber häufig nur PDF-Versionen der gedruckten Schulbücher, enthalten also keine dynamisch-interaktiven Inhalte, keine interaktiven Aufgaben etc. Die Angebote bleiben also weit hinter den Potenzialen digitaler Medien zurück. Wir versuchen diesem Problem entgegenzuwirken, indem wir als Forschungseinrichtung mit den Schulbuchverlagen kooperieren und Prototypen entwickeln, in deren Gestaltung wir wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zum Design digitaler Instruktionsmaterialien einfließen lassen. So tragen wir gleichzeitig dazu bei, dass Forschungsbefunde zu diesem Thema auch tatsächlich in der Praxis rezipiert und angewendet werden."

"Schulbuchverlage sollten eine tragende Rolle übernehmen"

Maja Wechselberger, Lehrerin für Deutsch, Politik und Wirtschaft und Schulleiterin am Neuen Gymnasium Rüsselsheim. Als erste Schule im Kreis arbeitete das Neue Gymnasium mit Smartboards anstatt mit Tafel und Kreide:

"Ein wesentliches didaktisches Prinzip ist es, mit den Lerninhalten an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler anzuknüpfen. Der Großteil der Jugendlichen nutzt täglich Smartphone, PC, Internet und soziale Netzwerke. An dieser Stelle ist es wichtig, dass die Jugendlichen nicht sich selbst überlassen werden und bei dem Erlernen des kritischen und reflektierten Umgangs damit unterstützt werden. Dazu müssen sicherlich auch neue Unterrichtskonzepte entwickelt und der Mehrwert der technischen Möglichkeiten erprobt werden, doch gerade Schulen müssen den technischen Wandel der Gesellschaft aufnehmen. Im Sinne des Auftrages, die Schülerinnen und Schüler zu mündigen Bürgern zu erziehen ist es wichtig, die Jugendlichen mit kritischen Fragestellungen zum Medienumgang zu konfrontieren sowie deren Nutzen und die positiven Möglichkeiten aufzuzeigen. Bezüglich der Konzepte wäre es sinnvoll, wenn die Schulbuchverlage mit ihren pädagogischen Erfahrungen und ihren Kontakten eine tragende Rolle übernehmen würden. Parallel dazu stellen derzeit auch zahlreichen Foren und Hardwareanbieter digitale Lerninhalte bereit.

Doch noch ein ganz anderer Aspekt verdient Beachtung: An unserer Schule kann mithilfe der technischen Ausstattung der Schulalltag eines sehbehinderten und eines kleinwüchsigen Kindes erheblich erleichtert werden. So reduzieren Schulbücher in digitaler Form das Gewicht des Ranzens, Dokumentkameras ermöglichen eine sehr gute Sicht bei diversen Experimenten oder helfen bei der Bearbeitung eines Deutschaufsatzes, sprachliche Phänomene in einer Schülerarbeit für die gesamte Lerngruppe gut sichtbar darzustellen."

"Die Schüler müssen selbst aktiv werden"

André J. Spang ist Oberstudienrat am Kaiserin Augusta Gymnasium in Köln, Mitinitiator des "Schulwiki" der Stadt Köln, Leiter des iPad-Projekts an seiner Schule, Mitgründer von #edchatDE und Lehrbeauftragter an der Universität Augsburg.

"Die Inhalte sind doch klar, sie stehen in den Lehrplänen. Es gilt bloß, zu überlegen, was sieht es in der Praxis aus, wenn man das Internet in den Klassenraum holt? Die Aufbereitung ist eine andere, es gibt keine kopierten Buchseiten mehr und keine langen Erzählungen des Lehrers. Die Schüler müssen selbst aktiv werden. Sie können selbstständig arbeiten: vernetzt oder auch individuell. Und wenn ein Schüler statt einer digitalen Präsentation lieber ein Plakat macht, ist das auch in Ordnung. Bei all dem lernen die Schüler, mit Medien umzugehen."

"An Konzepten und Inhalten fehlt es nicht"

Dr. Beat Döbeli Honegger, Professor für Medienbildung und Informatikdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Schwyz. Weit über die Grenzen hinaus bekannt wurde er mit dem iPhone-Projekt in einer 5. Klasse der Schule Goldau:

"Ich denke nicht, dass es an Konzepten und Inhalten fehlt. Aus meiner Sicht sind das Stellvertreterargumente. Ich sehe es eher so, dass Lehrpersonen die entsprechenden Konzepte nicht kennen oder nicht für sinnvoll erachten. Der Leitmedienwechsel ist eine wichtige, aber nicht die einzige Herausforderung der Schule. Wenn Lehrpersonen ihre Prioritäten anders setzen, so steht halt digitales Lernen nicht an erster Stelle. Damit sich das ändert, müssen Lehrpersonen sich überhaupt mit dem Thema beschäftigen. Dazu benötigt es sanften Druck, aber auch die notwendige Zeit, um sich damit auseinanderzusetzen."

Dazu auf der didacta 2014 in Stuttgart

Sicher ist: Auf der didacta in Stuttgart können Lehrerinnen und Lehrer zur Zukunft des digitalen Lernens in Vorträgen, Diskussionen, Präsentationen und Workshops viele praktische Anregungen bekommen. In allen Hallen und an allen Messetagen finden pädagogische Fachkräfte von frühkindlicher Bildung bis Berufliche Aus- und Weiterbildung Wissenswertes rund um den Einsatz von digitalen Medien in der betrieblichen und schulischen Bildung. Neu dabei ist der Bereich "Neue Technologien" in Halle 8. Dort werden z. B. Lehr- und Lernsoftware für Schulen und Ausbildungseinrichtungen, Online-Lernangebote sowie Multimedia- und Präsentationstechnik ausgestellt.

25. - 29.03.2014

Forum eLearning und Sonderschau eLearningSUMMIT@didacta2014

Im neuen Ausstellungsbereich "Neue Technologien" in Halle 8 bietet die Sonderfläche eLearningSUMMIT @ didacta2014 einen praxisnahen Einblick in die eLearning-Branche. Ein Schwerpunkt des Programms sind Best-Practice-Reports: Projektverantwortliche präsentieren in 15-minütigen Beiträgen ihre Erfahrungen mit dem Einsatz von digitalen Medien in der betrieblichen Bildung. Vorbildliche Ansätze werden auf der didacta mit dem eLearning-AWARD ausgezeichnet. Insgesamt 50 Gewinner in 24 Kategorien hat das Fachmagazin "eLearning Journal" für das Jahr 2014 ausgewählt.

Mit der Hilfe von Bildungsexperten werden in Podiumsdiskussionen verschiedene Aspekte des Leitthemas der eLearning SUMMIT Tour 2014 beleuchtet: "Herausforderung Lernkultur in Zeiten von Web 2.0."

Immer stärker setzt sich die Erkenntnis durch, dass für den betrieblichen Alltag vor allem das informelle Lernen eine große Relevanz für das Lernen der Belegschaft besitzt. Um dieser Einsicht Rechnung zu tragen, bietet der eLearningSUMMIT @ didacta2014 zudem drei Formate, die ganz speziell die Vorteile des praxisnahen Erfahrungsaustausches unterstützen sollen: die World Cafés, BarCamp-Foren und Tagesstände. Halle 8, Stand C52

Unterricht zum Anfassen und Erleben: Das "Gläserne Klassenzimmer" auf der didacta

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport präsentiert das gesamte Spektrum der Bildungspolitik in Baden-Württemberg. Einen besonders authentischen und lebhaften Einblick in die Praxis an baden-württembergischen Schulen bekommen Sie im "Gläsernen Klassenzimmer". Schulklassen, Projekte und Lerngruppen zeigen, wie vielseitig Unterricht, Bildung und Förderung in Baden-Württemberg gestaltet werden.

25. 03.2014

Lerninfrastrukturen in Schulen - IT erfolgreich integriert! Erfahrungsberichte gelungener Medienprojekte in Schulen

Digitale Medien bieten vielfältige Potenziale, Unterricht anders und besser zu gestalten. Häufig werden diese Potenziale noch nicht ausgeschöpft. Eine einseitige Fokussierung auf technische Aspekte lässt oft Fragen der Unterrichts- und Schulentwicklung außen vor. Im Gespräch mit Praktikern und erfolgreichen Projekten werden Ansätze und Strategien erläutert, wie schülerorientierter Medieneinsatz umfassend ermöglicht und dabei möglichst viele Kolleginnen und Kollegen eingebunden werden. Herausforderungen an vernetzte Infrastruktur an der Schnittstelle Pädagogik/Technik werden vorgestellt.

Mit Jan Hofer, WDR, diskutieren Christian Brust, Eschbach-Gymnasium Stuttgart, Richard Heinen, Universität Duisburg-Essen, Eva Wingerter, Initiative Digitale Bildung Neu Denken und Matthias Wolf, Wilhelm-Ostwald-Gymnasium Leipzig. 14.45 - 15.30 Uhr, Forum didacta aktuell, Halle 4, Stand C48

26.03.2014

handysektor – smart + mobile

Die Medienwelt der Jugendlichen ist geprägt von ständiger Erreichbarkeit. Smartphones, Tablets und Apps sind der ständige Begleiter. Das Onlineportal www.handysektor.de nimmt die mobilen Alleskönner speziell für Jugendliche genauer unter die Lupe. Im Vordergrund steht dabei die sichere Nutzung, ebenso im Fokus stehen aber auch der Datenschutz, versteckte Kosten oder die kreative Nutzung. Der Vortrag bietet neben Informationen zum Projekt auch ganz praktische Tipps für die eigene Nutzung. 10:00 - 10:45 Uhr, ICS, Raum C6.2.2

27.03.2014

Hochschultag 2014: Soziale Medien und Schule – von der Facebook-Nutzung für Lehrer bis zum Internet als realer Lebenswelt

Der diesjährige Hochschultag auf der didacta widmet sich dem Thema Soziale Medien und Schule. In den vergangenen Jahren hat es gehäuft Diskussionen darüber gegeben, wie sich Lehrer im "Netz" verhalten dürfen und sollen. In Baden-Württemberg wurde festgelegt, dass Lehrer soziale Netzwerke nicht dienstlich nutzen sollen. Schulen dürfen aber Fanpages bei Facebook pflegen. Zu diesem Themenkomplex stellen sich vielfältige Fragen des Datenschutzes für Lehrer und Schüler. Handreichungen zum Umgang mit sozialen Medien in der Schule, wie der Leitfaden "Social Media", sollen vorgestellt und diskutiert werden, um Lösungsvorschläge für den Schulalltag zu bieten. Abschließend soll in der Diskussion die Frage beleuchtet werden, welche sozialen Medien bereits erfolgreich im Unterricht und in der Lehrerbildung eingesetzt werden.

Referenten: Rolf Busch, Verband Bildung und Erziehung e. V. - Thomas J. Eckert, Ministerium für Kultur, Jugend und Sport Baden-Württemberg Salomon, Stellvertretender Schulleiter des Otto-Hahn-Gymnasiums Ludwigsburg; Thomas Floß, Initiative "Datenschutz geht zur Schule", Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e. V. Richard Heinen, Learning Lab der Universität Duisburg-Essen; Wolfgang Kraft, Landesmedienzentrum Baden-Württemberg; Diemut Kreschel, Projekt "Medienarbeit an der Schule mit Social Media"; Bernd Sibler, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Moderation: Rechtsanwältin Birgit Ufermann, Deutscher Hochschulverband. 12:00 - 13:45 Uhr, Forum didacta aktuell, Hale 4, Stand C48

IDEEN BEWEGEN – der Wettbewerb zur digitalen Schule

Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung werden die drei siegreichen digitalen Unterrichtsprojekte aus dem Schulwettbewerb IDEEN BEWEGEN der Initiative DIGITALE BILDUNG NEU DENKEN vorgestellt und prämiert. Erster Preis ist eine Samsung School Solution im Wert von 20.000 Euro. Bundesweit haben sich fast 150 Schulen beworben. Knapp fünfzig davon wurden ausgewählt, um ihr digitales Unterrichtsprojekt in die Praxis umzusetzen. Die Initiative DIGITALE BILDUNG NEU DENKEN wurde 2013 von der Samsung Electronics GmbH im Rahmen ihrer Corporate Social Responsibility ins Leben gerufen.

Referenten: Maja Wechselberger (Neues Gymnasium Rüsselsheim), Prof. Eckhard Klieme (DIPF) Herr Frank Bolten (Samsung Electronics GmbH). 12:00 - 13:00 Uhr, Forum didacta aktuell, Halle 4, Stand C48

Interaktive Bildungsmedien – Wunschdenken oder Realität?

Die sinnvolle Nutzung attraktiver "Interaktiver Bildungsmedien" führt zu der Fragestellung in Bildungseinrichtungen, wie sich das Zusammenspiel von Content, Technik/Technologie und Mensch gestaltet und ist deutlich mehr als die Nutzung von PDF und ähnlichen statischen Formate. Die darunter liegende Technik und Technologie muss verschiedene Levels der Interaktivität aktiv unterstützen und den Nutzer als dritte Komponente in die Lage versetzen, personalisiert genau den Content auszuwählen, der für die aktuelle Aufgabe erforderlich ist. Referenten: Dr. Anita Stangl (MedienLB, Bereich interaktiver Content); Volker Jürgens (AixConcept, Bereich interaktive Technik / Technologien); Herr Peter Pharow (Fraunhofer IDMT, Bereich Nutzer / Digital Natives vs. Digital Immigrants). Moderatoren: Matthias Degen / Jan Hofer, WDR. 17:00 - 17:45 Uhr, Forum eLearning, Halle 8, Stand C52

28.03.2014

Internet-ABC – Mit Spaß und Sicherheit ins Netz. Unterrichtshilfen für die praktische Medienarbeit (Grundschule, 5./6. Klasse)

Der Workshop bietet Einblicke in die Materialien des Internet-ABC zu Themen wie Datenschutz, Chat oder Soziale Netzwerke und gibt Lehrkräften und Pädagogen konkrete Hilfestellungen an die Hand, wie sie die Themen gemeinsam mit der Klasse spielerisch erarbeiten können. Im Workshop werden Themeneinstiege für die Klasse vorbereitet und ein exemplarischer Unterrichtsverlauf erstellt, sodass anschließend die Materialien des Internet-ABC zielgerichtet und je nach Bedarf eingesetzt werden können. 11:00 - 11:45 Uhr, ICS, Raum C6.2.2

explore.create.share: Vernetzendes, mobiles Lernen mit Tablet-PC, Wiki und Social Media in der Schule 2.0 stärkt Medienkompetenz

Der Einsatz von mobilen Endgeräten macht Schule keinesfalls überflüssig, aber sie wird anders. So die Einschätzung nach eineinhalb Jahren Einsatz von 60 iPads durch 40 Kollegen in den Klassen 5-12 an der Kaiserin Augusta Schule (KAS) in Köln. Die Schüler machen - früher mussten sie mitmachen. Produkte der Lernenden sind offene Wikis, Weblogs, Twitterchats, eBooks und Videokonferenzen die kollaborativ und Klassen- und Länderübergreifend erstellt werden. Ein Erfahrungsbericht wie iPad, Wiki, Weblogs und Social Media das Schulleben bereichern, offene Bildungsmaterialien schaffen und Medienkompetenz fördern können. Referent: André J. Spang (Oberstudienrat am Kaiserin Augusta Gymnasium in Köln, Mitinitiator des "Schulwiki" der Stadt Köln)12:00 - 13:00 Uhr, Forum Unterrichtspraxis, Halle 1, Stand D72

Analog und digital: Welche Zukunft hat das Schulbuch?

Das gedruckte Schulbuch hat Konkurrenz: Das Internet bietet eine Vielzahl von digitalen Unterrichtsmaterialien an; Lehrkräfte greifen auf kostenlose Bildungsmedien online zu, veröffentlichen eigene Materialien als OER oder gehen mit Wikis und iPad-Projekten neue Wege. Welchen Stellenwert hat das Schulbuch heute – und wo liegt seine Zukunft?

Referenten: Wolf-Rüdiger Feldmann (Geschäftsführung Cornelsen Schulverlage), Tobias Hübner (Lehrer, Trainer und Blogger zu Germanistik und Neuen Medien), Prof. Dr. Eva Matthes (Lehrstuhl für Pädagogik der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät Universität Augsburg), OStR André J. Spang (Lehrer und Mitinitiator des "Schulwiki" (Köln), Koordinator des "iPad-Projektes" seiner Schule). Moderator: Prof. Dr. Markus Ritter, Ruhr-Universität Bochum. 13:30 - 14:15 Uhr, Forum Bildung, Halle 1, Stand K71

Deutscher E-Learning Innovations- und Nachwuchs-Award (d-elina)

Der d-elina – Deutscher E-Learning Innovations- und Nachwuchs-Award ist der einzige Innovationspreis im Bereich E-Learning, der sich direkt an den Nachwuchs wendet. Unter dem Stichwort "Innovation durch Lernen mit neuen Medien" fördert d-elina School innovative Konzepte und entdeckt neue Talente. Die Verleihung des d-elina School findet im Rahmen der didacta am 28. März 2014 in Stuttgart statt. Die nominierten Projekte werden gemeinsam mit dem Partner didacta der Fachpresse und der Öffentlichkeit präsentiert. 15:30 - 16:15 Uhr, Forum didacta aktuell, Halle 4, Stand C48

Verleihung des Deutschen eTwinning-Preises 2013

Im Rahmen der DIDACTA werden am 28. März 2014 von 17:00-18:30 Uhr in Stuttgart jeweils die besten drei eTwinning-Projekte in drei unterschiedlichen Altersklassen mit dem Deutschen eTwinning-Preis 2013 ausgezeichnet. Der Preis wird vom PAD ausgelobt und soll Schulen würdigen, die Schulpartnerschaften auf innovative Weise in den Unterricht integrieren und die Qualitätskriterien wie z.B. die Umsetzung von Lehrplaninhalten und den Einsatz digitaler Medien in herausragen. Moderation: Prof. Dr. Uwe Beck. 17:00 - 18:30 Uhr, Forum eLearning, Halle 8, Stand C52

29.03.2014

Schule und Soziale Netze: Kommunikation rund um die Uhr?

Schulen, Lehrkräfte und SchülerInnen sind eingebunden in soziale Netzwerke. Eine dienstliche Kommunikation über Facebook, Twitter und Co. hat das Land Baden-Württemberg jedoch untersagt. Ist dieses Verbot weltfremd oder notwendig? Warum wollen Lehrkräfte mit SchülerInnen über soziale Netzwerke kommunizieren? Liegen die Risiken nur im Datenschutz? Gibt es keine sicheren Alternativen? Und: Soziale Netze beruhen auf ständiger Erreichbarkeit – Wie verändert das die Rolle der Lehrkraft?
Referenten: "Lea Feynberg" (Pseudonym) (Lehrerin und Autorin ("Ich werd sowieso Rapper", 2013)), Wolfgang Kraft (Direktor des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg) Luckner (Kommunikationsbeauftragter des Landesschülerbeirates Baden-Württemberg); Ursula Walther (Stellvertretende Vorsitzende des Bundeselternrates). Moderator: Prof. Dr. Markus Ritter, Ruhr-Universität Bochum 11:30 - 12:45 Uhr, Forum Bildung, Halle 1, Stand K71

Datenschutz und moderne Lernumgebungen – kein Widerspruch!

Viele digitale Angebote von Verlagen und Softwarehäusern unterstützen wesentlich schulische Alltagsarbeit und moderne Formen der Kommunikation und Zusammenarbeit finden Einzug in das Klassenzimmer. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, welche Fragen des Datenschutzes beim Einsatz dieser Lösungen zu beachten sind. Darüber hinaus muss eindeutig auf die unterschiedlichen Ausprägungen der Geschäftsmodelle der einzelnen Anbieter geachtet werden. Zertifizierung, Sicherheit, Transparenz und Seriosität bilden grundlegende Bedingungen für den Einsatz digitaler Lernumgebungen! Die Diskussionsrunde wird mit ihren Experten das notwendige Wissen zum rechtssicheren Einsatz von modernen Lernumgebungen schaffen.

Referenten: Marina Treude (Microsoft Deutschland GmbH); Ulrich Vormwald (Experte im Bereich Datenschutz); Herr Witold Lohmann (bkh Berufskolleg Hattingen). Moderatoren: Jan Hofer, Matthias Degen, WDR, 12:00 - 12:45 Uhr, Forum didacta aktuell, Halle 4, Stand C48

Die Medienkompetenz der Generation Y in Schule und Betrieb nutzen

Sowohl Lehrer der Berufsschulen wie auch Lehrer von Gymnasien etc. als auch Ausbilder kennen das Problem, dass die Jugendlichen ständig mit ihren Smartphones beschäftigt sind. Wie Neue Medien erfolgreich in den Unterricht integriert werden können und auch in die Ausbildung im Betrieb, wird in diesem Vortrag behandelt. Referent: Josef Buschbacher (Smadias – Deutsche Ausbilderakademie) 13:30 - 14:00 Uhr, Marktplatz Beruf ist Zukunft, Halle 6, Stand C22


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