ELAN e.V. und Bildungsministerium treffen Rahmenvereinbarung zum Globalen Lernen an Schulen
Das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) e.V. und das rheinland-pfälzische Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur haben jetzt in Mainz eine Rahmenvereinbarung über die Förderung von Kooperationen zwischen Schulen und nichtstaatlichen entwicklungspolitischen Initiativen im Bereich des Globalen Lernens unterzeichnet. Ziel ist es, dass Schulen bei der Vermittlung entwicklungspolitischer Inhalte zukünftig verstärkt auf die Bildungsangebote von Nichtregierungsorganisationen (NRO) zurückgreifen können.
10.06.2015 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzELAN e.V. ist der Zusammenschluss von 400 entwicklungspolitischen Gruppen, die sich neben der Entwicklungszusammenarbeit auch der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Rheinland-Pfalz widmen. Die NROs verfügen hier über zahlreiche Erfahrungen und Kompetenzen, die sie gerne an Schulen weitervermitteln und so einen Beitrag zum interkulturellen Lernen leisten möchten. Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann betont: "Die Bildungsangebote in den Schulen zum Themenkreis Nachhaltige Entwicklung können und sollen durch die Rahmenvereinbarung mit dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk erweitert und um weitere Facetten bereichert werden."
Die Notwendigkeit, Globales Lernen in die schulische Bildung zu integrieren, ergibt sich aus zunehmenden weltweiten Vernetzungen und Abhängigkeiten. Diese erfordern es, den Blick in der schulischen Bildungsarbeit nicht ausschließlich auf die eigene Lebenssituation zu richten, sondern vielmehr globale Verstrickungen und Abhängigkeiten zwischen Süd und Nord in den Blick zu nehmen. Globales Lernen vermittelt Menschen Wissen und Fähigkeiten, um mit dem eigenen Handeln einen Beitrag zur weltweiten Gerechtigkeit, Frieden und der Erhaltung natürlicher Ressourcen leisten zu können.
Um diesen hohen Anforderungen an Bildung gerecht zu werden, ist die Kooperation von Schulen und entwicklungspolitischen Initiativen sinnvoll. Mögliche Formen der Zusammenarbeit können in Zukunft sein: Projekttage oder -wochen, die Unterstützung von Nord-Süd-Schulpartnerschaften, Fortbildung von Lehrkräften zum Globalen Lernen oder die Beratung der Schulverwaltung zum nachhaltigen Wirtschaften.
Geplant ist eine Empfehlungsliste, die das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur und das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz gemeinsam herausgeben. Sie soll den Schulen geeignete Kooperationspartner für die Bildungsarbeit aufzeigen und in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden.
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