Elf Jugend forscht Preisträger starten beim weltweit größten Schülerwettbewerb Intel ISEF in den USA
Elf talentierte deutsche Jungforscherinnen und Jungforscher präsentieren ab kommenden Sonntag insgesamt neun innovative Forschungsprojekte bei der 63. Intel International Science and Engineering Fair (Intel ISEF) in Pittsburgh, Pennsylvania. Dort messen sie sich mit mehr als 1 500 jungen Wissenschaftlern aus aller Welt. Die Teilnehmer zwischen 14 und 21 Jahren stammen aus über 65 Ländern und präsentieren ihre Projekte in 17 Wettbewerbsdisziplinen einer internationalen Expertenjury.
11.05.2012 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Die deutschen Teilnehmer konnten sich im Rahmen des Jugend forscht Finales 2011 für den weltweit größten vorakademischen Wissenschaftswettbewerb qualifizieren. In den USA dabei ist Frederik Benzing (18) aus Villingen-Schwenningen mit seinem Mathematikprojekt zu sogenannten Kettenbrüchen, einer Fragestellung aus dem Bereich der Zahlentheorie. Linn Bieske (18) aus Ilmenau zeigt ihre spezielle, in die Fensterscheibe integrierte Antenne, die eine optimale drahtlose Kommunikation per Handy oder WLAN auch bei Wärmeschutzverglasung ermöglicht. Lucas Jürgens (17) aus dem niedersächsischen Unterlüß konstruierte einen leistungsfähigen, aber dennoch preisgünstigen Vielkanalanalysator zur Gammaspektroskopie.
Wird zwischen zwei Gläsern mit speziell vorbehandeltem Wasser eine Hochspannung erzeugt, entsteht dort eine sogenannte Wasserbrücke. Mithilfe selbst entwickelter Analyseverfahren untersuchte Carolin Lachner (18) aus Lörrach dieses spannende physikalische Phänomen. Der 19-jährige Philipp Peter aus Bremen stellt seine computergesteuerte Faserwickelmaschine vor, die mit geringer Wartung auskommt und Faserverbundwerkstoffe besonders kostengünstig produzieren kann. Gabriel Salg (17) aus Weibersbrunn und Nicolas Scheidig (17) aus Oberbessenbach in Bayern präsentieren der Jury ihre chemische Zauberformel zur Beseitigung von Mundgeruch.
Eine spezielle Software, mit der Karpfenzüchter die täglichen Sauerstoffgehaltsschwankungen in ihren Fischteichen simulieren können, programmierte Fabian Scherer (19) aus dem bayerischen Mühlhausen. Simon Strasser (17) aus Penting in Bayern ist in Pittsburgh mit seinem Informatik-Projekt "Web 2.X ApplicationBase" vertreten, ein modulares System zur Programmierung moderner Web-Anwendungen. Darüber hinaus vertreten die deutschen Farben auch Fabian Henneke (19) und Danial Sanusi (19) aus Bremen mit ihrer mathematischen Untersuchung mehrdimensionaler geometrischer Objekte. Sie gewannen die ISEF-Teilnahme als Sonderpreis beim letztjährigen EU-Wettbewerb für Nachwuchsforscher.
Im Januar dieses Jahres konnte sich das deutsche Team in einem Coaching-Workshop bei der Intel GmbH in Feldkirchen auf die Wettbewerbsteilnahme vorbereiten. Auf dem Programm stand unter anderem ein Präsentationstraining in englischer Sprache. Bei der Intel ISEF winken den Nachwuchswissenschaftlern Preise und Stipendien im Gesamtwert von über drei Millionen US-Dollar. "Für die Jungforscher bietet die ISEF eine großartige Gelegenheit, ihr Können auch international unter Beweis zu stellen", sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. "Zudem erhalten sie die wertvolle Chance, Gleichgesinnte aus vielen verschiedenen Ländern kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen."
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