Eltern begrüßen Bewegung in der Bildungspolitik
Die Landeselterninitiative für Bildung hat die Ankündigung von Bildungsministerin Kramp-Karrenbauer begrüßt, die Ganztagsschulen "weiterzuentwickeln" und die Zahl der Lehrerstunden zu erhöhen.
21.11.2007 Saarland Pressemeldung Landeselterninitiative für Bildung e.V."Wir hoffen, dass aus dieser positiveren Haltung heraus echte Ganztagsschulen entstehen, die die Eltern nicht wie heute die freiwilligen Ganztagsschulen oder die neue Montessori-Gesamtschule in Saarbrücken bezahlen müssen. Schulen, an denen Vor- und Nachmittag pädagogisch und konzeptionell verzahnt sind, die gemeinsame Lernzeit erhöht und der Unterricht besser rhythmisiert ist", sagte der Sprecher der Initiative Bernhard Strube. Den Kosten für mehr Lehrer stünden höhere Einsparungen gegenüber. Denn Unterricht an Ganztagsschulen sei ein gutes Rezept gegen Sitzen bleiben. 2 800 Kinder und Jugendliche seien im Saarland jährlich davon betroffen. 4 900 Euro wendeten Land und Schulträger durchschnittlich für jeden wiederholenden Schüler an allgemein bildenden Schulen im Jahr auf (nach Angaben Stat. Bundesamt), im Saarland damit jährlich 13,7 Mio Euro. Dieses Geld investiere man besser von vornherein für bessere Schulen, meinten die Eltern mit Blick auf die Haushaltsklausurtagung der Mehrheitsfraktion.
Der Aktionsrat Bildung (2007) und der Wissenschaftliche Kooperationsbund (2006) kommen, wie viele andere zum Ergebnis, dass "insbesondere die gebundenen Ganztagsschulen hohe positive Effekte" aufweisen: "stärkere Schulentwicklungsorientierung, Innovations- und Kooperationsbereitschaft der Lehrerkollegien, bessere Lernkultur und Verzahnung des Unterrichts mit außerunterrichtlichen Angeboten, Verbesserung des Sozialverhaltens, Ausgleichseffekte in Bezug auf Benachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund (z.B. ergaben sich bereits bei 20 Prozent mehr Lernzeit deutliche Steigerungen im Leseverständnis).
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