Saarland

Eltern: Ja zur Gemeinschaftsschule, wenn gute Rahmenbedingungen für Unterricht und Lernen, Erziehung und Bildung geschaffen werden

Bei der Landeselterninitiative für Bildung findet die Zusammenführung von Erweiterten Realschulen und Gesamtschulen und die dazu nötige Änderung der Verfassung Zustimmung, wenn sie verbunden ist mit einer neuen, gleichwertigen Schulform im Sekundarbereich neben dem Gymnasium, die auch tatsächlich "gut gemacht" ist, und wenn dort die Rahmenbedingungen für Lehrer und Schüler stimmten.

12.11.2010 Pressemeldung Landeselterninitiative für Bildung e.V.

"Die Differenzierung von Schulformen im Sekundarbereich darf nicht dazu führen, dass eine als die schlechtere Wahl oder als Selektion empfunden wird oder dass sie zu einer Art Auslese führt", forderten die Eltern in einem Gespräch mit Bildungsminister Kessler gestern (8.11.2010) vor den Gesprächen der Regierung mit der Opposition. Das bedeute, dass in der Gemeinschaftsschule keine getrennten Bildungsgänge organisiert werden dürften, sondern "binnendifferenziert" gelernt werde, dass verbindliche Konzepte für individuelle Förderung und Herausforderung, einschließlich entsprechender Fortbildung und berufsbegleitender Unterstützung für Lehrer vorliegen müssten und das Sitzenbleiben bis Klasse 9 abgeschafft werde. Das Personalbudget der Gemeinschaftsschule müsse verbindlich in der Weise festgeschrieben werden, das die Relation Lehrer zu Schülern nicht zu Klassenstärken über 24 führt. Je nach Anteil der Schüler aus benachteiligenden Lebensumständen müsse mehr Lehrerzeit zur Verfügung gestellt werden. Verbindlich - und vom Land als Schulbildungsbehörde finanziert - müssten in der Gemeinschaftsschule Sozialpädagogen und Erzieher mitwirken. Für Kinder, Eltern und Lehrer müsse an jeder Schule eine effiziente sozialpädagogische und schulpsychologische Beratung verfügbar sein, die als Unterstützung des Lernens und der Schulentwicklung aufgebaut ist.

Die Landeselterninitiative kritisierte in dem Gespräch mit dem Minister, dass die Regierung kein "Eckpunktepapier" zur Schul- und Qualitätsentwicklung bei den Gymnasien vorgelegt habe.


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden