Eltern kritisieren die Vorgehensweise bei der Oberstufenreform Saar
Die Gesamtlandeselternvertretung (GLEV) des Saarlandes kritisiert das Vorgehen von Kultusminister Schreier zur Einführung der neuen Oberstufenreform Saar.
24.04.2007 Saarland Pressemeldung Gesamt Landes Elternvertretung des Saarlandes (GLEV)"Bis 25. Mai 2007 haben die Gesamtlandeselternvertretung, die Landeselternvertretungen der einzelnen Schulformen und die Landesschulkonferenz Gelegenheit, zum Entwurf der Verordnung Stellung zu nehmen. Das Anhörungsverfahren ist in vollem Gange und eine Rechtsverordnung zur Oberstufe liegt noch nicht vor. Minister Schreier hat jedoch die Oberstufenreform bereits in der Öffentlichkeit vorgestellt und die kurzfristige Einführung für das kommende Schuljahr 2008 verkündet. Dies trägt nicht zu einer konstruktiven Zusammenarbeit bei. Deshalb werden wir Bildungsminister Jürgen Schreier auf diese Verfahrensweise in unserer GLEV-Sitzung am Donnerstag einmal ansprechen", kritisiert der GLEV-Vorsitzende Jörg Dammann.
Die GLEV kritisiert insbesondere, dass im April noch keine Rechtsverordnung vorliegt, die Oberstufenreform aber bereits zum 1. August 2007 in Kraft treten soll. Die Eltern befürchten, dass die überhastete Einführung einer neuen gymnasialen Oberstufe Saar – ähnlich wie bei der Einführung des G8 – zu zahlreichen Problemen und Fehlern bei der praktischen Umsetzung in den Schulen führen wird. "Die GLEV unterstützt die Landeselternvertretungen der Gymnasien und Gesamtschulen fordert zusammen mit den Lehrerverbänden GEW und SLLV die Verschiebung der Oberstufenreform um mindestens ein Jahr. Nur so kann ein ausreichender zeitlicher Vorlauf zur Einführung und konkreten Umsetzung der Oberstufenpläne funktionieren.
"Die Eltern werden wachsam sein. Sollte die Politik erst Fakten schaffen und dann erst eine Rechtsgrundlage nachschieben wollen wird die Sache transparent gemacht wie die Um-setzung der Grundschulreform. Wer ernsthaft an einer Beteiligung von Elternvertretungen interessiert ist muss auch ihre Bedenken und Anregungen berücksichtigen", sagt Dammann.
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