Elternvertretungen für konstruktive Zusammenarbeit offen
Die Gesamtlandeselternvertretung (GLEV) des Saarlandes bietet den neuen Kabinettsmitgliedern eine konstruktive Zusammenarbeit an. Bei Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer liegen die Erwartungen sehr hoch. Neben neuen Impulsen im Bildungsbereich sollten bei der designierten Bildungs- und Familienministerin auch die sozialen Aspekte im Vordergrund stehen.
23.08.2007 Saarland Pressemeldung Gesamt Landes Elternvertretung des Saarlandes (GLEV)"Frau Kramp-Karrenbauer ist selbst Mutter schulpflichtiger Kinder und sollte die Situation aus eigener Erfahrung kennen. Die Erwartungen der Eltern sind dementsprechend hoch. Im Saarland leben immer mehr Kinder in Familien, die Hartz-IV-Leistungen erhalten oder nur knapp über der Hartz-IV-Grenze liegen. Besonders Alleinerziehende drohen zu verarmen. Leittragende sind die Kinder. Wenn die Politik nicht bald reagiert, sind ungleiche Bildungs-chancen und sozialer Abstieg vorprogrammiert", sagt der GLEV-Vorsitzende Dammann. Die Mehrwertsteuererhöhung spült 150 Millionen Euro in die Landeskasse, während sie auf der anderen Seite den finanzschwachen Familien eine enorme Mehrbelastung abverlangt.
Durch die gestiegenen Energiepreise sind die Schülertransportkosten in die Höhe geschnellt. Im Gegensatz zu Grundschuleltern müssen Familien, deren Kinder eine weiterführende Schule besuchen, die Transportkosten in voller Höhe übernehmen. Zudem schlägt die Mehrwertsteuererhöhung beim dem Kauf von Lernmittel zu buche und stellt manche Familien vorexistenzielle Probleme. An Nachhilfeunterricht für lernschwache Kinder ist bei finanzschwachen Familien schon gar nicht zu denken. Hartz IV erhöht die Gefahr, dass betroffene Familien in die Armut abrutschen. Finanz-schwache Familien werden ihre Kinder zunehmend nicht mehr auf Ganztagsschulen schicken, weil sie die Kosten für das Mittagessen nicht mehr aufbringen können.
Die Gesamtlandeselternvertretung des Saarlandes fordert von der neuen Landesregierung ein politisches Signal. Die Schülertransportkosten und die Schulbücher müssen durch die öffentliche Hand übernommen und echte Ganztagsschulen mit pädagogischem Konzept geschaffen werden.
Vom neuen Wirtschaftsminister Joachim Rippel erwartet die GLEV Impulse bei der Verbesserung der Bildungsqualität in berufsbildenden Schulen. Beim derzeitigen Fachkräftemangel auf dem saarländischen Arbeitsmark sollte das Arbeits- und Wirtschaftsministerium ein Augenmerk auf die Ausbildung legen. Dem durch Lehrermangel verursachten Unterrichtsausfall in berufsbildenden Schulen sollte mit einem Konzept entgegnet werden.
Mehr Infos: www.elternvertretung-glevsaar.de oder www.lpm.uni-sb.de/eltern
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