Erfahrungen aus bundesweitem Modellversuch „Demokratie lernen und leben“ sollen in brandenburgischen Schulen Praxis werden
Vier Jahre lang begleitete das Landesinstitut für Schule und Medien Brandenburg (LISUM Bbg) die zwölf brandenburgischen Schulen, die von 2002 bis 2006 auch auf diese Fragen innerhalb des Modellprogramms „Demokratie lernen und leben“ der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) Antworten suchten.
21.09.2006 Pressemeldung Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-BrandenburgVier Jahre lang begleitete das Landesinstitut für Schule und Medien Brandenburg (LISUM Bbg) die zwölf brandenburgischen Schulen, die von 2002 bis 2006 auch auf diese Fragen innerhalb des Modellprogramms „Demokratie lernen und leben“ der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) Antworten suchten.
Dr. Jan Hofmann, Direktor des LISUM Bbg: „Die Wahlbeteiligung und die Ergebnisse der Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zeugen von der zunehmenden Politikverdrossenheit und Politikdistanz sowie dem latenten Rechtsextremismus auch bei Jugendlichen. Um dem entgegenzuwirken, ist das Programm 2002 beschlossen worden. Intention war, Kindern und Jugendlichen Demokratieerfahrung zu ermöglichen und eigenverantwortliches Handeln bei Schülerinnen und Schülern zu fördern. Es sollte ein nachhaltiger und langfristiger Schulentwicklungsprozess in Gang gesetzt werden, in dem individuelle demokratische Handlungskompetenzen bei den Schülerinnen und Schülern gefördert und demokratische Elemente von Schulklima und Schulkultur weiterentwickelt werden. Wir wollen erreichen, dass Schule noch mehr als bisher zu einem Lern- und Lebensort mit vielfältigen Möglichkeiten zur Verantwortungsübernahme werden kann.
Diese Erfahrung soll bei Jugendlichen Voraussetzungen dafür schaffen, dass Alternativen zur Gewalt wahrgenommen und gewählt werden können." Das Landesinstitut für Schule und Medien Brandenburg lädt nun die brandenburgischen Schulen zur Abschlussveranstaltung des Modellversuchs vom 21. bis 22. September in die Heimvolkshochschule Seddiner See ein. Mit Hilfe der brandenburgischen Beraterinnen und Berater für Demokratiepädagogik, der Vertreter der Schulämter und des Brandenburgischen Bildungsministeriums sollen Transferstrategien entwickelt und diskutiert werden. In Workshops zu den Themen „Klassenrat“, „Zivilcourage“ und „Demokratiekurs“ sollen den Schulen weitere Anregungen für ihre Arbeit gegeben werden.
Zwölf Bundesländer beteiligten sich an diesem bundesweiten Programm. Das Land Brandenburg beteiligte sich mit dem Schwerpunkt „Neue Beteiligungsformen für Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung von Schule“
Für die erfolgreiche Durchführung des Programms spricht beispielsweise der 1. Preis, den das Fontane-Gymnasium Rangsdorf beim Landeswettbewerb „Innovative Schule“ 2004 für die während des Programms entwickelte und bewährte Feedbackkultur an der Schule erhielt.
An der Goethe-Oberschule Eberswalde entstand ein Sozialpraktikum der besonderen Art. Im „Generationstreff“ besuchen alle Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe ältere Mitbürger. Im Unterricht werden diese Besuche vorbereitet und reflektiert.
In der Kleinen Grundschule Dippmannsdorf wird mit Hilfe diverser außerschulischer Kooperationspartner die Verantwortungsübernahme der Grundschülerinnen und Grundschüler gefördert.
Am Marie-Curie-Gymnasium Wittenberge führen Schülerinnen und Schüler die jährliche Projektwoche professionell, eigenständig und in Kooperation mit der Wirtschaft durch.
Das BLK-Programm endet am 31.03.2007 mit einer bundesweiten Abschlussveranstaltung in Berlin.
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